Rezension zu „Alles Licht, das wir nicht sehen“ von Anthony Doerr

Gebundene Ausgabe: 519 Seiten
Verlag: C.H.Beck (27. April 2016)
ISBN-13: 978-3406680632
Originaltitel: All the Light We Cannot See
Preis: 19,95€
auch als Taschenbuch, als E-Book und als Hörbuch-Download erhältlich

 

 

 

Eine wunderbar berührende Geschichte – sprachlich herausragend

Inhalt:
Werner lebt im Ruhrgebiet mit seiner Schwester Jutta in einem Kinderhaus. Er möchte Ingenieur werden und versucht, sich alles Mögliche selbst beizubringen. Bald werden die Oberen auf ihn und seine Fähigkeiten aufmerksam, und er wird in der Eliteschule Schulpforta aufgenommen. Hier werden die Jungen zu Hitlers Rekruten herangezogen.

Marie-Laure ist blind. Mit ihrem Vater, einem Museumsangestellten, muss sie vor dem Krieg aus Paris nach Saint-Malo fliehen, wo ein Großonkel von ihr lebt. Ihr Vater soll den größten Schatz des Museums, einen sagenumwobenen Diamanten, vor den Besatzern in Sicherheit bringen. Weiterlesen

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Rezension zu „Alle müssen mit“ von Lo Malinke

100_5118Broschiert: 336 Seiten
Verlag: FISCHER Krüger (10. März 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3810524867
Preis: 14,99€
auch als E-Book und als Hörbuch erhältlich

 

 

Unterhaltsame Tragikomödie

Inhalt:
Nach dem Tod von Georg Kurbjuweit sehen sich seine Kinder mit einem ganz besonderen Problem konfrontiert. Ihr Vater hat nämlich bestimmt, dass sie das Erbe nur antreten dürfen, wenn sie vorher zusammen in seine ostpreußische Heimat fahren und an verschiedenen Orten seine Asche verstreuen. Allerdings sind Inge, Klaus und Uwe schon lange verfeindet und gehen sich nach Möglichkeit aus dem Weg.
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Rezension zu „Und damit fing es an“ von Rose Tremain

100_4765Gebundene Ausgabe: 333 Seiten
Verlag: Insel Verlag (8. August 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3458176848
Originaltitel: The Gustav Sonata
Preis: 22,00€
auch als E-Book erhältlich

 

 

Die Geschichte einer besonderen Freundschaft

Inhalt:
Gustav wächst in den 1940er Jahren bei seiner Mutter im schweizerischen Matzlingen in kargen Verhältnissen auf. Er liebt seine Mutti über alles, auch wenn es umgekehrt nicht so zu sein scheint. Als ein Neuer in die Vorschule kommt, der jüdische Junge Anton, entwickelt sich eine intensive Freundschaft zwischen den beiden Kindern. Gustav wird von Antons gut situierter Familie liebevoll aufgenommen, was Mutti allerdings ein Dorn im Auge ist. Gibt sie doch den Juden die Schuld an ihrem gescheiterten Leben.
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Rezension zu „Bis ans Ende der Geschichte“ von Jodi Picoult

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Gebundene Ausgabe: 560 Seiten
Verlag: C. Bertelsmann Verlag (31. August 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3570102176
Originaltitel: The Storyteller

Kaufen könnt ihr das Buch hier.

Ein berührender Schachtelroman

In Jodi Picoults neuestem Roman finden wir drei Handlungsebenen: die Rahmenhandlung mit Sage Singer als Protagonistin, die Geschichte ihrer Großmutter Minka während des 2. Weltkriegs und eine Erzählung um eine Bestie, die Minka sich damals ausgedacht hat. Immer geht es um Schuld, Vergebung und Menschlichkeit.

Sage ist Mitte zwanzig, als sie in einer Trauergruppe den 95-jährigen Josef Weber kennenlernt. Der alte Mann hat eine dunkle Vergangenheit und daraus resultierend ein besonderes Anliegen an die junge Frau jüdischer Herkunft. Sage ist sich nicht sicher, wie sie damit umgehen soll. Soll sie Josefs Wunsch entsprechen und sich damit gegen das Gesetz stellen? Soll sie auf ihren Kopf oder auf ihr Bauchgefühl hören?

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Rezension zu „Flügel aus Papier“ von Marcin Szczygielski

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Gebundene Ausgabe: 288 Seiten
Verlag: FISCHER Sauerländer; Auflage: 1 (19. Februar 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3737352123
Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 10 Jahren
Originaltitel: Arka Czasu
Preis: 13,99 €

Tolles Kinderbuch über das Warschauer Ghetto

„Es soll einmal gar nicht so wichtig gewesen sein, wo jemand herkam, sondern es zählte nur, was er für ein Mensch war. Jeder wohnte, wo es ihm gefiel, ganz egal, wie er hieß, woran er glaubte, oder welche Farbe seine Haut, seine Haare oder seine Augen hatten.“ (S. 27)

Inhalt:
Der achtjährige Rafal lebt 1942 mit seinem Großvater in Warschau im „Bezirk“. Es geht ihm verhältnismäßig gut, denn immerhin hat er einen Großvater, der ihn liebt, ein Dach über dem Kopf und regelmäßig zu essen, wenn auch nicht so viel, dass es zum Sattwerden reicht. Rafal beschwert sich nicht, er kennt es nicht anders. Um dem Elend zu entgehen, flüchtet er sich in Bücher, die er aus der Bücherei des Ghettos ausleiht. Sie sind seine „Flügel aus Papier“, mit denen er sich über die Ungerechtigkeiten des Lebens erhebt.

Als das Ghetto von den Nazis geräumt werden soll, schickt der Großvater Rafal nach draußen. Hier muss Rafal sich schließlich mit zwei anderen Kindern auf eigene Faust durchschlagen.

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