Rezension zum Hörbuch „Seit du bei mir bist“ von Nicholas Sparks

Medium: 6 Audio CDs
Verlag: Random House Audio (27. März 2017)
Länge: Gekürzte Lesung, Laufzeit ca. 7h 50 min.
Sprecher: Alexander Wussow
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3837137767
Originaltitel: Two By Two
auch als gebundenes Buch und als E-Book erhältlich

 

Langweilige Charaktere, einschläfernd gelesen, schlecht gekürzt

Inhalt:
Russell Green ist 34, als sein Leben kompliziert wird. Er hat gerade notgedrungen den Schritt in die Selbstständigkeit gewagt, aber noch nicht Fuß gefasst. Seine Frau Vivian nimmt wieder eine Arbeit an und Russell muss sich um die gemeinsame fünfjährige Tochter London kümmern. Da begegnet er seiner Jugendliebe Emily wieder. Weiterlesen

Rezension zu „Weil wir uns lieben“ von Colleen Hoover

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Taschenbuch: 384 Seiten
Verlag: dtv Verlagsgesellschaft (24. Juli 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3423716406
Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 14 Jahren
Originaltitel: This Girl
Preis: 9,99 €
auch als E-Book erhältlich

Darauf kann man verzichten

Klappentext:
Ein Auf und Ab der Gefühle – das ist die Liebesbeziehung von Will und Layken seit dem ersten Tag, an dem sie sich trafen. Erst jetzt, nach ihrer Hochzeit, scheint ihr Glück perfekt zu sein – wäre da nicht Wills Vergangenheit, die einen Keil zwischen die beiden zu treiben droht . . .
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Rezension zu „Big Magic“ von Elizabeth Gilbert

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Gebundene Ausgabe: 320 Seiten
Verlag: FISCHER Taschenbuch; Auflage: 2 (21. September 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3596033706
Originaltitel: Big Magic
Preis: 14,99 €

Sorry, Ms Gilbert, aber das war nix!

Auszug aus dem Klappentext:
Mit BIG MAGIC schenkt uns die Autorin eine begeisternde Liebeserklärung an die Macht der Inspiration, die aus jedem von uns einen kreativen Menschen machen kann.
Warum nicht endlich einen Song aufnehmen, ein Restaurant eröffnen, ein Buch schreiben?
Elizabeth Gilbert vertraut uns die Geschichte ihres Lebens an – und hilft uns, endlich an uns selbst zu glauben.

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Rezension zu „Die Lüge“ von Uwe Kolbe

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Taschenbuch: 384 Seiten
Verlag: FISCHER Taschenbuch; Auflage: 1 (26. März 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3596188420

Sehr mühsam zu lesen

Inhalt:
Entgegen meiner sonstigen Gewohnheit, will ich zu diesem Buch einfach mal den Klappentext anführen, denn er trifft den Inhalt des Buches ganz gut, und ich könnte es nicht besser ausdrücken.

„Dies ist die Geschichte einer Verstrickung: Ein Vater, der in den Osten ging, um dem Land seiner Hoffnungen zu dienen. Ein Sohn, der als Komponist die Sounds seiner Generation einfängt und sich mit der Zensur arrangiert. Als der Sohn Karriere macht, steht der Vater vor der Tür. Fortan umkreisen sich die beiden, nur langsam ahnt man, welchen Kampf sie miteinander führen.
Uwe Kolbes Roman vom Verrat am eigenen Leben ist auch eine Absage an die Gleichgültigkeit, ob im Alltag einer Diktatur oder anderswo.“ (© S. Fischer Verlage)

Meine Meinung:
„Die Lüge“ ist ein Roman, der für mich sehr mühsam zu lesen war. Ich quälte mich durch ellenlange Schachtelsätze, die ich dreimal lesen musste, um zu erkennen, wo vorne und wo hinten ist.

„Aber der hiesige Bürger – ich dachte das Wort Bürger, wie es um uns herum, insbesondere von der Polizeibehörde benutzt wurde, zu  selten genau, auch wenn ich „Dantons Tod“ in einer tollen Inszenierung erst vor kurzem gesehen hatte an der Schumannbühne, mit dem phantastischen Reetlow mit seiner markanten Stimme in einer Doppelrolle als Danton und Robespierre, mein Gott! – der Bürger konnte nicht so einfach sich an die Straße stellen in Schöneweide an der Tankstelle, an der Trampstelle von hier aus Richtung Süden, oder in den tschechischen Speisewagen sich setzen und Urquell trinken.“ (S. 244f.)

Dann gibt es aber auch etliche Halbsätze, die auf mich einfach hingeworfen wirkten. Dies alles ist verpackt in seitenlange Absätze, sodass man nicht mal zum Luft holen und Nachdenken kommt und der Roman sich beim Lesen anfühlt wie eine heruntergeleierte Rede.

Stilmittel finden sich en masse – ein Deutschlehrer könnte sich mit seiner Klasse stundenlang austoben. Für Otto-Normal-Leser wirkt das Ganze dadurch eher holprig und zu gewollt.

Immer wieder verzettelt der Autor sich in Detailbeschreibungen, die nicht wirklich etwas zur Handlung beitragen und einfach nur ablenken. Den roten Faden musste ich dagegen mehr als ein Mal suchen. Wenig hilfreich sind hierbei auch die häufigen Perspektiv- und Zeitwechsel. Scheinbar willkürlich springt der Autor in seiner Erzählung von der Vergangenheit in die Gegenwart, dann wieder einen Schritt zurück, zwei Schritte vor. Ich hatte Mühe, hier mitzuhalten, immerhin wird so die Spanne zwischen den frühen 1950er Jahren bis nach 2000 abgedeckt.

Bei alldem ist der Frauenverschleiß der beiden Protagonisten Vater und Sohn ganz enorm. Die ersten ca. 200 Seiten drängen sich die Bettgeschichten fürchterlich in den Vordergrund. Die Männer machen dabei keine besonders sympathische Figur. Dagegen kommt mir die im Klappentext erwähnte „Geschichte einer Verstrickung“ viel zu kurz.

Fazit:
Empfehlen würde ich dieses Buch allenfalls solchen Lesern, die Freude an für den Deutschen Buchpreis nominierten Romanen haben. Schon öfter habe ich feststellen müssen, dass ich mit diesen Büchern nicht viel anfangen kann, wobei es natürlich auch Ausnahmen gibt. Auch Leser, die die dargestellte Zeit selbst in der damaligen DDR erlebt haben, können vielleicht mehr aus dem Buch herausholen als ich.

★★☆☆☆