Rezension zu „Before you go. Jeder letzte Tag mit dir“ von Clare Swatman

Taschenbuch: 381 Seiten
Verlag: Blanvalet Taschenbuch Verlag (15. Januar 2018)
ISBN-13: 978-3734103698
Originaltitel: Before you Go
Preis: 9,99€
auch als E-Book und als Hörbuch erhältlich

 

 

 

Aus der Idee hätte man mehr machen können

Inhalt:
Zoe und Ed sind seit 14 Jahren verheiratet, als Ed bei einem Unfall ums Leben kommt. Das Paar hat schwere Zeiten hinter sich und die Ehe war nicht mehr gerade glücklich. Doch Zoe ist verzweifelt und macht sich Vorwürfe, weil sie nicht mehr zur Rettung ihrer Beziehung getan hat und Ed am Tag seines Todes im Streit aus dem Haus gehen ließ.

Da schlägt sich Zoe böse den Kopf an und wacht 20 Jahre zuvor wieder auf, an dem Tag, als sie und Ed sich kennenlernen. Sie erlebt nun einige markante Tage ihrer Beziehung noch einmal und versucht, durch anderes Verhalten ihre Liebe zu retten und womöglich sogar Eds Tod zu verhindern.

Meine Meinung:
Bereits auf S. 10 musste ich zu Taschentüchern greifen, weil mich eine Szene total emotional überwältigte. Und ich war froh, zu diesem Roman gegriffen zu haben, denn Ich habe mir sehr viel davon erhofft. Die Idee, durch eine zweite Chance sein Leben zu ändern, gefiel mir sehr – die Umsetzung Clare Swatmans dann aber leider nicht so gut.

Das geht schon damit los, dass mir die Protagonisten, vor allem die Ich-Erzählerin Zoe, aber auch manchmal Ed, gehörig auf die Nerven gingen. Im Klappentext ist von einem Traumpaar die Rede – ich empfand sie eher als Albtraumpaar. Sie sind sich in den wichtigsten Dingen, wie Kinderwunsch oder wo sie leben, uneins und streiten sich ständig, trennen sich, um sich dann wieder zu versöhnen und sich ihre ewige Liebe zu versichern, die ich leider nicht spüren konnte.

Möglicherweise liegt das daran, dass Zoe eigentlich nur solche Tage ein zweites Mal erlebt, an denen es gehörig in der Beziehung kriselt und scheppert. Das erzeugt insgesamt eine eher miese Atmosphäre. Zudem berichtet Zoe, wie diese Tage beim ersten Mal verlaufen sind. Durch diese Berichtsform mit recht wenigen Dialogen blieb ich als Leserin ziemlich distanziert, ich konnte nicht in die Geschichte eintauchen, mich nicht mit einer Figur identifizieren.

Sprachlich ist das Buch eher einfach gehalten. Es lässt sich dadurch locker und flott lesen. Positiv fand ich natürlich die Message dieses Romans, dass man die Liebe nicht als selbstverständlich nehmen darf, sondern ständig etwas dafür tun muss, und dass man jeden Tag so leben sollte, dass man ihn nicht bereuen muss.

★★★☆☆

Herzlichen Dank an den blanvalet und die buchflüsterer, die mir ein Rezensionsexemplar zugeschickt haben.

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