Rezension zu „Jeder Tag kann der schönste in deinem Leben werden“ von Emily Barr

Gebundene Ausgabe: 352 Seiten
Verlag: FISCHER FJB (23. März 2017)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3841440075
empfohlenes Alter: Ab 14 Jahren
Originaltitel: The One Memory of Flora Banks
Preis: 16,99€
auch als E-Book erhältlich

 

 

Eine ganz besondere Protagonistin

Inhalt:
Seit ihrem 11. Lebensjahr leidet die mittlerweile 17-jährige Flora Banks an anterograder Amnesie. Sie kann sich neue Ereignisse nur noch ganz kurze Zeit merken. Daher ist sie oft verwirrt, weil sie nicht mehr weiß, wo sie ist oder was sie eigentlich vorhatte. Auch Menschen, die sie neu kennenlernt, vergisst sie sofort wieder. Doch als sie nach einer Party von einem Jungen geküsst wird, bleibt ihr dies seltsamerweise im Gedächtnis. Dumm nur, dass dieser Junge zum Studium nach Spitzbergen geht. Doch Flora nimmt allen Mut zusammen und reist ihm ans Ende der Welt nach …

Meine Meinung:
Flora ist eine ganz besondere Protagonistin. Es ist erstaunlich, wie sie mit ihrem Handycap umgeht. Immer wieder muss sie sich aufs Neue klarmachen, wer sie ist und was passiert ist. Dazu macht sie sich Notizen auf ihren Händen und Armen, auf Zetteln und in Notizbüchern, je nachdem, wie wichtig etwas ist. Immer wieder liest sie ihre Notizen, immer dieselben, Tag für Tag. Für manche Leser mag das öde sein – für mich zeigte es nur sehr realistisch, wie anstrengend und mühselig Floras Alltag ist.

Ab dem Moment, wo Flora zufällig mitbekommt, dass ihre Eltern ein Geheimnis vor ihr haben, wird die Geschichte spannend, denn auch als Leser möchte man natürlich schon gerne wissen, was da los ist. Außerdem erlebt Flora auf ihrer Reise nach Spitzbergen einige wunderbare Abenteuer, wodurch sie auch mehr zu sich selbst findet.

Erzählt wird aus Floras Perspektive in der 1. Person. Dadurch bekommt man alles, was in Floras Gehirn verquer läuft, hautnah mit und kann sich gut in dieses sympahtische Mädchen hinein versetzen. Man erlebt ihre Fortschritte, aber auch die Rückschläge mit und freut sich oder leidet mir ihr. An vielen Stellen hätte ich sehr gerne einfach in den Arm genommen.

Die Sprache ist relativ einfach. Meist sind es eher kurze Sätze, eben so, wie Flora sie vor sich hinsagt oder aufschreibt, um sie sich zu merken. Das passt sehr gut zur Handlung.

Leider ist Floras Verhalten nicht immer stringent. Manchmal erinnert sie sich an Dinge, an die sie sich eigentlich nicht erinnern können dürfte. Auch das Verhalten der Eltern war für mich nicht wirklich logisch und nachvollziehbar. Trotzdem ist es eine großartige Geschichte, die einigen Stoff zum Nachdenken bietet.

★★★★☆

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