Rezension zum Hörbuch „Seit du bei mir bist“ von Nicholas Sparks

Medium: 6 Audio CDs
Verlag: Random House Audio (27. März 2017)
Länge: Gekürzte Lesung, Laufzeit ca. 7h 50 min.
Sprecher: Alexander Wussow
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3837137767
Originaltitel: Two By Two
auch als gebundenes Buch und als E-Book erhältlich

 

Langweilige Charaktere, einschläfernd gelesen, schlecht gekürzt

Inhalt:
Russell Green ist 34, als sein Leben kompliziert wird. Er hat gerade notgedrungen den Schritt in die Selbstständigkeit gewagt, aber noch nicht Fuß gefasst. Seine Frau Vivian nimmt wieder eine Arbeit an und Russell muss sich um die gemeinsame fünfjährige Tochter London kümmern. Da begegnet er seiner Jugendliebe Emily wieder.

Meine Meinung:
Schon lange wollte ich ein Buch des hochgelobten Nicholas Sparks lesen, aber wie es scheint, habe ich beim falschen zugegriffen. Denn „Seit du bei mir bist“ war so überhaupt nicht mein Fall.

Die Hauptfiguren Russ und Vivian fand ich ziemlich langweilig. Vivian ist eine dermaßen unsympathische, egozentrische Person, dass es unverständlich ist, wie jemand es mit ihr länger als ein paar Tage aushalten kann. Und Russell ist ein solcher Waschlappen, der alles mit sich machen lässt und dabei noch lächelt. Lediglich Russells Schwester Marge ist eine sympathische und sehr starke Persönlichkeit, spielt aber leider nur eine untergeordnete Rolle.

Die Geschichte ist leider sehr vorhersehbar. Es passiert kaum etwas, mit dem man nicht rechnet. Nur am Schluss konnte mich eine Person wirklich überraschen. Allerdings passte das dann überhaupt nicht zu ihrem bisherigen Verhalten und war einfach nur kitschig.

Es gibt immer wieder Rückblicke in die Vergangenheit, die beim Hörbuch mitunter schwer als solche zu erkennen sind und dadurch für Verwirrung sorgen. Außerdem ist die Kürzung des Textes nicht wirklich gut gelungen. Oft wurde etwas gekürzt, sodass dann der Anschlusssatz einfach nicht mehr passt. Oder es fehlen Entwicklungen in der Handlung, die – so nehme ich an – im Buch wohl zur Sprache kommen.

Auch mit dem Sprecher Alexander Wussow konnte ich mich nicht anfreunden. Zwar ist seine Stimmlage sehr angenehm, aber seine Interpretation des Textes lässt zu wünschen übrig. Er liest äußerst monoton und sehr, sehr langsam. Vielleicht fand er den Text genauso langweilig wie ich? Auf mich wirkte seine Stimme dadurch jedenfalls einschläfernd, und ich musste mich tierisch konzentrieren. Bei Dialogen war auch schwer nachzuvollziehen, wer gerade spricht, da er die Stimme oft gar nicht bis kaum variiert.

Fazit:
Mein erster (und wahrscheinlich letzter) Sparks hat mich auf der ganzen Linie enttäuscht. Eine langweilige, vorhersehbare Story, echte Emotionen nur gegen Schluss, öde Protagonisten und ein einschläfernder Sprecher haben mir das Hören des Hörbuchs schwergemacht.

★★☆☆☆

Ich bedanke mich bei LovelyBooks und Random House Audio für das Rezensionsexemplar.

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