Rezension zu „Wo das Dunkel schläft“ von Maggie Stiefvater

Gebundene Ausgabe: 480 Seiten
Verlag: Loewe (13. März 2017)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3785583319
empfohlenes Alter: 14 – 17 Jahre
Originaltitel: The Raven King
Preis: 19,95€
auch als E-Book erhältlich

 

 

Dies ist der 4. Band der Raven Boys-Reihe. Meine Rezension kann daher Spoiler zu den ersten drei Bänden enthalten. Diese sollte man auf jeden Fall gelesen haben, bevor man mit Band 4 beginnt. Sonst wird man der Handlung nicht folgen können.

Toller Schreibstil – inhaltlich einigermaßen befriedigender Abschlussband

Inhalt:
Gansey und seine Freunde sind immer noch auf der Suche nach Glendowers Grab. Sie wollen den walisischen König erwecken und als Gunst um Ganseys Leben bitten. Doch der dritte Schlafende war erweckt worden, und nun legt sich eine bösartige Dunkelheit über Cabeswater und droht alles zu vernichten, was sich darin befindet. Auch die Raven Boys sind in Gefahr.

Meine Meinung:
Maggie Stiefvater schreibt wunderbar atmosphärisch dicht. Man wird direkt in die Geschichte hineingezogen und kann sich der Handlung kaum entziehen. Dabei verwendet die Autorin viele bildhafte Beschreibungen, poetische Phrasen und viele andere außergewöhnliche Stilmittel. Ihr Schreibstil vermag mich immer wieder aufs Neue zu begeistern und zu fesseln.

So ist es dann auch nicht allzu schlimm, dass „Wo das Dunkel schläft“ relativ wenig Action aufweist. Vielmehr entwickeln sich die Beziehungen zwischen den Protagonisten, ihre Hintergründe und die Hintergründe der Magie immer weiter. Vieles davon hat mich recht nachdenklich gemacht, gerade wenn es um Freundschaft und Vertrauen geht.

Dieser 4. Band der Reihe erschien mir fast am komplexesten von allen. So viele Charakter spielen eine Rolle, so viele Geheimnisse werden enthüllt. Zuweilen schwirrte mir der Kopf, doch am Ende fügt sich alles zusammen.

Die gesamte Geschichte von Blue und den Raven Boys ist klasse und alles andere als 08/15. Kein Wunder, dass diese Reihe für ihr Entstehen zehn Jahre gebraucht hat. Die Arbeit hat sich auf jeden Fall gelohnt. Allerdings hätte ich mir gerade in diesem Band, der zwar von Anfang bis Ende unterschwellig spannend geschrieben ist, einige größere Spannungsspitzen gewünscht. Gerade die Sache mit Glendowers Grab und Ganseys drohender Tod werden für meinen Geschmack zu schnell und zu wenig dramatisch abgehandelt. Auch von einigen Personen hätte ich mir einfach noch mehr Informationen gewünscht. Hier sind doch noch einige weniger wichtige Fragen offen geblieben.

Die Reihe:
1. Wen der Rabe ruft
2. Wer die Lilie träumt
3. Was die Spiegel wissen
4. Wo das Dunkel schläft

★★★★☆

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