Rezension zu „Ostfriesentod“ von Klaus-Peter Wolf

Taschenbuch: 560 Seiten
Verlag: FISCHER Taschenbuch; Auflage: 3 (16. Februar 2017)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3596036332
Preis: 10,99€
auch als E-Book und als Hörbuch erhältlich

 

 

 

Ein sehr persönlicher Fall für Ann Kathrin Klaasen

Dies ist bereits der 11. Band der Reihe um die ostfriesische Kriminalkommissarin Ann Kathrin Klaasen von der Polizeiinspektion Aurich. Der Kriminalfall ist aber in sich abgeschlossen, sodass es durchaus möglich ist, dieses Buch ohne Vorkenntnisse zu lesen.

Inhalt:
Unweit von Ann Kathrins Haus im Distelkamp brennt ein Haus ab. Der Mieter hat sich anscheinend darin erhängt. Doch Ann Kathrin zweifelt schon bald an der Selbstmordtheorie. Während sie mit den Kollegen ermittelt, geschehen seltsame Dinge in ihrem Leben. Offensichtlich bedient sich jemand ihrer Identität, um sie uns Unrecht zu setzen.

Meine Meinung:
Die Ostfriesenromane von Klaus-Peter Wolf habe ich als solide Krimis kennengelernt. Es gibt zwar immer wieder ein paar Dinge, die mich nerven und die sich in jedem Band wiederholen, aber damit kann ich leben.

Zum Beispiel kann ich den Kollegen Rupert, diesen absolut minderbemittelt wirkenden Sexisten überhaupt nicht ab und ich kann mir nicht vorstellen, dass man so jemanden im Dienst behalten würde. Ein Mann, der sich selbst als Hochstapler fühlt, sobald er nur „Ich denke“ sagt. Im aktuellen Band hat er sich eine Praktikantin an Land gezogen, die ihn ein bisschen weniger blöd aussehen lässt, da sie einiges auf dem Kasten hat.

Auch die ständige Schleichwerbung für Klaus-Peter Wolfs Gattin Bettina Göschl und andere Lokalgrößen ist für den Kriminalroman absolut überflüssig und stört mich etwas. Doch wird das wahrscheinlich auch in den kommenden Bänden wieder genauso sein, mich aber nicht vom Lesen abhalten.

„Ostfriesentod“ ist ein recht komplexer Kriminalroman, der anfangs nicht leicht zu durchschauen ist. Es werden viele Baustellen aufgemacht, und ich fragte mich beim Lesen schon, wo das alles hinführen soll. Die einzelnen Personen sind aber ganz geschickt mit der Handlung verknüpft, sodass am Ende jede einzelne von ihnen ihre Berechtigung und ihren Sinn hat und zum Weiterkommen der Handlung beiträgt.

Ich fand den Roman, gerade auch durch Ann Kathrins persönliche Verstrickung, sehr spannend, obwohl speziell hier einige Fragen offen blieben. Ich habe mit dieser außergewöhnlichen Kommissarin mit gefiebert, auch wenn sie sich zuweilen sehr un­pro­fes­si­o­nell benimmt. Aber gerade ihre unkonventionellen Handlungsweisen sind es ja, die oft zum Erfolg führen.

„Ostfriesentod“ hat mir insgesamt besser gefallen als die letzten Bände. An bauchgesteuerten Ermittlern, einem abstrusen Motiv und viel Esoterik- bzw. Psychokram sollte man sich aber nicht stören.

Die Reihe:
1. Ostfriesenkiller
2. Ostfriesenblut
3. Ostfriesengrab
4. Ostfriesensünde
5. Ostfriesenfalle
6. Ostfriesenangst
7. Ostfriesenmoor
8. Ostfriesenfeuer
9. Ostfriesenwut
10. Ostfriesenschwur
11. Ostfriesentod

★★★★☆

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