Rezension zu „Du neben mir und zwischen uns die ganze Welt“ von Nicola Yoon

fullsizeoutput_1b2eGebundene Ausgabe: 336 Seiten
Verlag: Dressler Verlag GmbH (17. September 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3791525402
Originaltitel: Everything, Everything
empfohlenes Alter: 14 – 17 Jahre
Preis: 16,99€
auch als E-Book und als Hörbuch erhältlich

 

Nett zu lesen, aber es hätte mehr sein können

Inhalt:
Die siebzehnjährige Madeline leidet an einer seltenen, schweren Immunkrankheit. Jeder Keim könnte sie das Leben kosten. Daher ist sie ans Haus gefesselt, das sie in den letzten 17 Jahren nicht ein Mal verlassen hat. Lediglich ihre Mutter und ihre Krankenschwester Carla haben Kontakt zu ihr. Doch als nebenan eine Familie mit zwei Jugendlichen einzieht, verliebt sich Maddy aus der Entfernung in den süßen Olly, obwohl er für immer unerreichbar für sie sein wird, was sie besonders quält, weil auch Olly seine Probleme hat und Maddy ihm nicht helfen kann.

Meine Meinung:
„Du neben mir und zwischen uns die ganze Welt“ ist recht nett zu lesen. Aber in der Geschichte steckt eigentlich so viel mehr. Hier hat die Autorin sehr viel Potenzial verschenkt. Der Plot schreit geradezu nach Emotionen und Tränen. Doch die wollen aufgrund des sehr einfachen Schreibstils einfach nicht kommen.

Sämtliche Personen bleiben relativ blass, sogar die Ich-Erzählerin Maddy. Sie war mir zwar sehr sympathisch, konnte aber nicht bis zu meinem Herzen vordringen. Zwar hat es mich schon interessiert, wie es ihr ergeht und ich habe das Buch zu allen Zeiten gerne gelesen und mich gut unterhalten gefühlt – mehr aber auch nicht. Da ist nichts von Bedeutung, was mir bleiben wird.

Nicola Yoon hätte einfach mehr Energie in den Text stecken sollen, detaillierter beschreiben, mehr Gefühl erzeugen. Stattdessen hat sie sich auf eine besondere Aufmachung gestürzt. Dabei sind die einzelnen Kapitel sehr kurz, zum Teil nur ein einziger Satz. Neben normalem Text gibt es auch kurze Tagebucheinträge, Notizzettel, Krankenblätter usw. Das ist an und für sich eine tolle Idee, aber leider fehlt es durch den mangelnden Text an Tiefe.

Toll fand ich eine Wendung im Verlauf des Romans. Ich hatte ehrlich gesagt nicht damit gerechnet und war entsprechend überrascht. Insofern war die Geschichte für mich nicht vorhersehbar, und das ist natürlich immer gut.

Fazit:
Sehr schön zu lesen, doch leider fehlt es an Tiefe. Man wird gut unterhalten, aber Maddy hinterlässt keinen bleibenden Eindruck.

★★★★☆

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4 Gedanken zu “Rezension zu „Du neben mir und zwischen uns die ganze Welt“ von Nicola Yoon

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