Rezension zu „Verheißung. Der Grenzenlose“ von Jussi Adler-Olsen

fullsizeoutput_1adeGebundene Ausgabe: 608 Seiten
Verlag: dtv Verlagsgesellschaft (16. März 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3423280488
Originaltitel: Den grænseløse
Preis: 19,90€
auch als Taschenbuch, E-Book und Hörbuch erhältlich

 

 

Langatmiger Beginn – rasanter Schluss

Inhalt:
Seit 17 Jahren versucht der Polizist Christian Habersaat den Tod einer jungen Frau aufzuklären. Offiziell gilt der Fall als Unfall. Doch Habersaat ist wie besessen, einen Mörder zu finden. Kurz nachdem er das Sonderdezernat Q um Hilfe bittet, ist er tot. Carl Mørck und seinen Assistenten bleibt gar nichts anderes übrig, als die Ermittlungen auf Bornholm zu übernehmen. Bald weisen die Spuren in Richtung einer esoterischen Gemeinschaft.

Meine Meinung:
Von Anfang an habe ich die Romane um den eigenbrötlerischen Kommissar Carl Mørck und seinen unkonventionellen syrischen Assistenten Assad mit Begeisterung gelesen. Auch die patente, aber nicht immer einfach zu handhabende Rose, habe ich ins Herz geschlossen. Mit dem Neuen, Gordon, kann ich leider nicht so viel anfangen. Und leider haben in diesem, dem 6. Band der Reihe, auch die anderen Charaktere viel von ihrem Biss verloren. Es wirkt alles ein bisschen weichgespült. Schade!

Wie gewohnt, erzählt Jussi Adler-Olsen in zwei Handlungssträngen. Der eine – die Ermittlungen des Sonderdezernats Q – spielt natürlich in der Gegenwart, der andere in der Vergangenheit. So weiß man als Leser immer etwas mehr als die Ermittler. Am Anfang des Kapitels findet man immer ein Datum, sodass man sich zwischen den Erzählungen nicht verirrt. Langsam nähern sich die beiden Handlungsfäden einander an, bis sie gegen Ende aufeinandertreffen.

Die Geschichte kommt recht langsam in Fluss, und zwar in beiden Handlungssträngen. So zieht es sich anfangs ein wenig in die Länge. Doch etwa ab der Hälfte ist dann der nötige Schwung erreicht, um Spannung aufkommen zu lassen. Immer wieder geraten Personen in Lebensgefahr, weil sie sich mit dem falschen eingelassen haben. Auch Carl & Co. kommen nicht ungeschoren davon.

Den Täter vorherzusehen, ist schwierig, aber nicht unmöglich, wenn man alle winzigen Details betrachtet. So mag ich das bei einem Krimi bzw. Thriller.

Gut gefallen hat mir außerdem, dass es neue Erkenntnisse im Druckluftnagler-Fall gibt und dass mal wieder etwas in Assads Vergangenheit herumgestochert wird. Viel erfährt man allerdings immer noch nicht. So darf man auf die nächsten Bände gespannt sein.

Die Reihe:
1. Erbarmen
2. Schändung
3. Erlösung
4. Verachtung
5. Erwartung
6. Verheißung
7. Selfies (ET: März 2017)

★★★☆☆

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