Rezension zu „Young Elites. Die Gemeinschaft der Dolche“ von Marie Lu

fullsizeoutput_1ac8Gebundene Ausgabe: 416 Seiten
Verlag: Loewe; Auflage: 1 (16. Januar 2017)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3785583531
Alter: 14 – 17 Jahre
Originaltitel: The Young Elites
Preis: 18,95€
auch als E-Book erhältlich

 

Interessante Idee, konnte mich aber nicht ganz überzeugen

Inhalt:
Die 16-jährige Adelina ist durch das Blutfieber gezeichnet – sie ist ein Malfetto, von der Gesellschaft verachtet und gefürchtet. Sie schließt sich der Gemeinschaft der Dolche an, die den König zu Fall bringen will. Sie sind die Elite – Malfettos mit einer besonderen magischen Fähigkeit.

Meine Meinung:
Ich war von der Legend-Trilogie von Marie Lu absolut begeistert. So war es klar, dass ich auch ihr neues Werk sofort lesen muss. Leider kann es in meinen Augen aber nicht mit „Legend“ mithalten. Zwar lässt sich „Young Elites – Die Gemeinschaft der Dolche“ auch sehr schnell lesen und vermag den Leser zu fesseln, ich habe die Geschichte aber nicht als hundertprozentig rund empfunden.

Das fängt schon bei der Protagonistin Adelina an, die sehr sprunghaft wirkt. Dass sie nicht wirklich sympathisch ist, finde ich gar nicht mal so schlimm, obwohl man sich dadurch schwer mit ihr identifizieren kann und auch nicht so mit fiebert, wie ein Protagonist das eigentlich verdient hat. Auch alle anderen Charaktere sind nicht gerade Sympathieträger. Während die einen ziemlich kalt und brutal sind, sind die anderen zumindest sehr undurchsichtig und schwer einzuschätzen. Einige blieben mir auch einfach zu blass, ich konnte sie mir kaum vorstellen. Auch von den Handlungsorten bekam ich kein detailliertes Bild. Hier wären ein paar Worte mehr sehr hilfreich gewesen.

Die Handlung ist in einer Fantasywelt angesiedelt, die dem Venedig der Renaissance nachempfunden ist. Die Inquisition verfolgt hier nicht Hexen, sondern eben Malfettos. Aber auch diese werden auf Scheiterhaufen verbrannt.

Insgesamt war mir die Geschichte zu grausam. Es gibt so viele Tote, die man leichtfertig und mehr oder weniger unreflektiert in Kauf nimmt. Zumindest wird das Bedauern darüber sehr schnell abgehandelt und ist schon bald wieder vergessen. Dummerweise sind die Szenen mit den blutigen Kämpfen die spannendsten. Dabei hätte man aus Adelinas Zwiespälten noch so viel mehr Spannung herausholen können.

Eine kleine Liebesgeschichte darf natürlich auch nicht fehlen. Doch wirkt sie wie auch die übrige Handlung ein bisschen lieb- und gefühllos.

Aufgrund von Marie Lus fesselndem Schreibstil ist das Buch trotz aller Kritikpunkte ein echter Pageturner. Und mit einigen absolut unerwarteten Wendungen auf den letzten Seiten konnte die Autorin mich auch wieder neugierig auf die Fortsetzung machen. „Young Elites. Das Bündnis der Rosen“ soll im Herbst 2017 erscheinen.

Die Trilogie:
1. Die Gemeinschaft der Dolche
2. Das Bündnis der Rosen (Herbst 2017)
3. ???

★★★☆☆

Herzlichen Dank an den Loewe Verlag für das Rezensionsexemplar. Ich habe das Buch in einer Leserunde im Leser-Welt-Forum gelesen.

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