Rezension zu „Harry Potter und das verwunschene Kind. Special Rehearsal Edition Script. Teil 1 und 2“ von Joanne K. Rowling/John Tiffany/Jack Thorne

fullsizeoutput_1aaeGebundene Ausgabe: 336 Seiten
Verlag: Carlsen (24. September 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3551559005
empfohlenes Alter: Ab 14 Jahren
Originaltitel: Harry Potter and the Cursed Child Parts One and Two: Special Rehearsal Edition Script
Preis: 19,99€
auch als E-Book erhältlich

 

Als Buch nicht wirklich überzeugend

„Harry Potter und das verwunschene Kind“ ist die 8. Geschichte um den Zauberer Harry Potter und die erste, die als Theaterstück aufgeführt wird. Wie im Titel schon genannt, handelt es sich bei diesem Buch nicht um einen Roman, sondern um das Script, das für die Theaterproben und Voraufführungen in London verwendet wurde. Es wurde während der Arbeit dann noch verbessert, und noch 2017 soll es dann eine erweiterte Version geben. Wer das Buch bisher noch nicht gelesen hat, aber mit dem Gedanken spielt, sollte sich vielleicht überlegen, auf die erweiterte Version zu warten, wobei die wahrscheinlich auch nicht wesentlich besser sein wird.

Inhalt:
19 Jahre nach dem Sieg über Voldemort. Harry und Ginny sind Eltern von drei Kindern, wovon das mittlere, Albus, unter seinem schweren Erbe zu leiden hat. Es gelingt ihm einfach nicht, in die Fußstapfen seines Vaters zu treten. Sein bester Freund ist Scorpius Malfoy, ebenso wie Albus ein Außenseiter. Zusammen stürzen sich die beiden in ein Zeitreiseabenteuer, um Cedric Diggory zu retten, machen dabei aber alles noch viel schlimmer …

Meine Meinung:
Ein Skript zu lesen, ist natürlich etwas ganz anderes, als einen Roman zu lesen. Das Skript, das nur aus Dialogen und Regieanweisungen besteht, kann niemals so viel vermitteln wie ein Roman. Für mich war das Ganze daher eher vom technischen Aspekt her interessant. So habe ich mir beim Lesen immer überlegt, wie man irgendwelche Zaubertricks wohl auf der Bühne umsetzen könnte.

Die Handlung ist auch alles andere als ausgefeilt und eher auf Theatereffekte hin ausgerichtet. Sie passt nicht in allen Einzelheiten zu dem, was man in den sieben Harry Potter-Bänden gelesen hat. Vor allem haben sich die Charaktere sehr zum Schlechteren geändert. Harry, Ron und Hermine haben jeglichen früheren Glanz verloren und wirken ziemlich langweilig. Aber auch Harrys Sohn Albus hat mich zeitweilig genervt, weil er so ein Jammerlappen ist. Der Sympathischste in der ganzen Liste ist Scorpius, der so gar nicht nach seinem Vater Draco kommt.

Als Theaterstück mag die Geschichte ja ganz gut rüberkommen – als Buch muss man sie nicht unbedingt haben. Eine Kaufempfehlung kann ich hier schlecht aussprechen, da jeder anders empfindet. Der eine Harry Potter-Fan muss alles haben, was auch nur im Entferntesten damit zu tun hat, der andere wird von diesem lauen Abklatsch schwer enttäuscht sein.

Wollte man den Lesern mit diesem Buch eine Freude machen, oder ist es reine Geldmacherei, weil sich nun mal alles gut verkauft, wo Harry Potter draufsteht? – Ich wage nicht, mich hierzu festzulegen.

★★★☆☆

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8 Gedanken zu “Rezension zu „Harry Potter und das verwunschene Kind. Special Rehearsal Edition Script. Teil 1 und 2“ von Joanne K. Rowling/John Tiffany/Jack Thorne

    • Was mir an der Reihe bisher gut gefallen hat, war vor allem das Trio Harry, Ron und Hermine. Ich fand die Freundschaft und das Zusammenspiel zwischen ihnen immer so toll. Davon ist in diesem Skript aber nicht mehr viel zu merken. Die wurden hier alle drei ein bisschen doof hingestellt. Das hat mir einfach nicht gefallen.
      LG Lilli

      Gefällt mir

  1. Hallo liebe Lili!

    Ich muss sagen, dass mir das Buch eigentlich ganz gut gefallen hat. Natürlich, es ist ein Skript und bei weitem nicht so gut wie die Vorgänger. Dennoch finde ich die Idee gut umgesetzt. Meine Sorge vorher war, dass Voldemort eventuell zurückkehren würde und sich die Geschichte einfach nur „wiederholt“. Das wurde durch die Zeitsprünge gut gelöst und gibt eine Verbindung zu vorherigen Bänden. Trotzdem – mir war zu viel dummes Geschwafel und Theatralik drin.

    Lili

    Gefällt 1 Person

    • Hallo Lili,
      ja, einerseits wurde das mit den Zeitsprüngen ganz gut gelöst, andererseits hat das mit dem Zeitumkehrer bisher ja ganz anders funktioniert, also nicht so, dass man die Vergangenheit und damit die Zukunft dadurch wirklich ändern konnte. Und hier geht das nun plötzlich.
      Man muss halt einfach sehen, dass es sich hier um ein Theaterstück handelt und nicht wirklich um eine Fortsetzung der Harry Potter-Reihe.
      LG Lilli

      Gefällt mir

  2. AMEN!
    Genau SO habe ich auch empfunden. Ich spiele seit ich 9 bin Theater und habe erwähnt, dass die Geschichte als STÜCK vielleicht ganz gut sein mag. Aber als gelesenes Skript war es nicht zu empfehlen. Ich war vor allem so enttäuscht, weil ich mir eben denke, dass die Macher sich doch darüber bewusst sein müssen, wie hoch die Erwartungen sind… Hatte einen faden Beigeschmack von reiner Profitgier.
    Ich meine, kommt schon, 100 Zeitsprünge und „was wäre wenns?“… Und Ron wird sowas von doof dargestellt. Das ist einfach nur traurig.
    Wäre wirklich besser gewesen, wenn die Geschichte sich auf Albus und Scorpius und DEREN Erfahrungen in Hogwarts konzentriert hätte.

    Naja… Das Skript zu Phantastische Tierwesen kann ich mir nun sparen.
    Hab ich zumindest was draus gelernt^^
    LG Lisa

    Gefällt 1 Person

  3. Sehr schöne Rezi!!! So habe ich auch empfunden. Das Theaterstück ist sicherlich viel besser umgesetzt als dieses Skript es herüberbringen kann (abgesehen von der Story mit dem Zeitumkehrer).

    Bei dem Skript zu Phantastische Tierwesen bin ich mir noch unsicher ob ich es nun auch lesen sollte. Aber immerhin ist dieses ja von J.K.Rowling geschrieben worden.

    Gefällt 1 Person

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