Rezension zu „Takeover. Und sie dankte den Göttern …“ von Jussi Adler-Olsen

fullsizeoutput_1aa8Gebundene Ausgabe: 608 Seiten
Verlag: dtv Verlagsgesellschaft (22. September 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3423280709
Originaltitel: Og hun takkede guderne (Erstveröffentlichung 2003 unter dem Titel Firmaknuseren)
Preis: 19,90€
auch als Taschenbuch, E-Book und Hörbuch-Download erhältlich

 

Braucht ein paar Seiten um in Schwung zu kommen

Inhalt:
Peter de Boers Firma Christie N. V. ist darauf spezialisiert, gut gehende Unternehmen zu zerschlagen, um der Konkurrenz einen Vorteil zu verschaffen. Die junge Nicky Landsaat verspricht sich von einem Job bei Christie N. V. sehr viel. Tatsächlich ist Peter de Boer bald auf Nickys kreative Handlungsweise angewiesen, denn er wird erpresst. Es sind keine geringeren als diverse Geheimdienste in die Sache verwickelt.

Meine Meinung:
Ich liebe Jussi Adler-Olsens Reihe um Carl Mørck und das Sonderdezernat Q, habe aber auch schon „Das Alphabethaus“ gerne gelesen. Und so war klar, dass ich auch um „Takeover“ nicht herumkomme, trotz aller schlechten Bewertungen, die das Buch inzwischen schon bekommen hat. Man darf hier einfach nicht Äpfel mit Birnen vergleichen. „Takeover“ ist anders, aber nicht unbedingt schlechter. Es bietet alles, was ein ordentlicher Polit-/Verschwörungsthriller braucht und noch mehr.

Auf den ersten zweihundert Seiten nimmt Adler-Olsen sich sehr viel Zeit, um seine Protagonisten einzuführen. Dies war mir etwas zu lang und zu detailliert. Nicht jeden Nebensatz braucht man für das spätere Verständnis. Aber sicher gibt es auch Leser, die es gerne so ausführlich und ausgeschmückt mögen – wie gesagt, mir persönlich war es etwas zu lang, und das ging dann auf Kosten der Spannung. Hinzu kommt, dass zwar Nicky Landsaat einigermaßen sympathisch rüberkommt und man mit der jungen Frau aus schwierigen Verhältnissen mitfühlt, aber Peter de Boer ist anfangs alles andere als ein Sympathieträger. Mit ihm mag man sich nicht wirklich identifizieren.

Nach dem ersten Drittel aber nimmt die Geschichte rasant Fahrt auf. Es kommen immer mehr Geheimnisse ans Tageslicht. Intrigen, politische Ereignisse der 1990er Jahre, der Fluch eines indonesischen Hexendoktors und die Wirrungen der Liebe spielen eine Rolle. Es gibt Verfolgungen, Mordanschläge und weitere Gefahren, die den Leser in Atem halten. Die letzten zwei Drittel des Buches sind wirklich sehr spannend. So hatte ich dieses Buch schließlich doch in nur zwei Tagen ausgelesen, weil es mich einfach gefesselt hat, woran der eingängige Schreibstil Jussi Adler-Olsens nicht ganz unschuldig ist.

Fazit:
Nach einer gewissen Anlaufphase entwickelt sich dieser Thriller zu einem Pageturner mit bunt gemischtem Inhalt. Mit den Mørck-Romanen ist das Buch nicht zu vergleichen, es geht in eine ganz andere Richtung. Dies tut dem Lesevergnügen aber keinen Abbruch.

★★★★☆

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