Rezension zu „The Chemist. Die Spezialistin“ von Stephenie Meyer

fullsizeoutput_19c2Gebundene Ausgabe: 624 Seiten
Verlag: FISCHER Scherz (8. November 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3651025500
ISBN-13: 978-3651025509
Originaltitel: The Chemist
Preis: 22,99€
auch als E-Book und als Hörbuch erhältlich

 

Agententhriller für Romantiker

Inhalt:
Seit drei Jahren ist die Verhörspezialistin Dr. Juliana Fortis auf der Flucht. Sie steht auf der Abschussliste ihres ehemaligen Arbeitgebers und weiß nicht einmal, warum. Da bekommt sie das Angebot, noch einen einzigen Auftrag zu erledigen und danach für immer in Ruhe gelassen zu werden. Da es um die Rettung von Millionen von Menschen geht, sagt sie zu. Dass der Mann, dem sie Informationen entlocken soll, sich in sie verliebt, macht die Sache kompliziert …

Meine Meinung:
Stephenie Meyer dürfte vielen Lesern durch ihre Twilight-Serie bekannt sein, eine Teenie-Vampir-Romanze. So wundert es einen auch nicht, dass die Liebe auch in diesem Roman eine gewisse Rolle spielt. Zum Glück haben wir es hier aber nicht mit einer Dreiecksgeschichte zu tun. Das wäre mir sonst gehörig auf die Nerven gegangen. So war die eingebaute Romanze eigentlich ganz nett und hat den Thriller immer wieder etwas aufgelockert. Als Leser kommt man in den ruhigeren Szenen dann schön wieder zur Ruhe, bevor es mit aufregender Action weitergeht.

Und ich muss sagen, die Autorin versteht es, spannende Szenen zu schreiben. Mehr als einmal habe ich den Atem angehalten und mit den Protagonisten gebangt. Allerdings waren mir zuweilen die Beschreibungen aber auch etwas zu ausschweifend. So fing es erst mal recht langatmig mit Julianas Ausführungen an, welche Sicherheitsmaßnahmen sie trifft, um gegen Angriffe gewappnet zu sein. Das zieht sich über einige Kapitel, bevor die Geschichte dann richtig beginnt. Auch zwischendurch gab es immer wieder mal die eine oder andere Szene, die mir kürzer besser gefallen hätte.

Die Protagonistin Juliana bzw. Alex, wie sie sich über weite Strecken nennt, kam anfangs nicht besonders sympathisch rüber, machte aber eine enorme Entwicklung durch. Ebenso eine andere Hauptperson. Besonders die Dialoge zwischen diesen beiden, die sich wie Hund und Katz aufführen, fand ich herrlich – zwei ebenbürtige Gegner.

Im Großen und Ganzen hat mich Stephenie Meyer mit ihrem neuen Roman wirklich gut unterhalten. Manche Dinge bzw. Charaktere wirken zwar absolut überzeichnet, doch das hat mich nicht gestört, da für mich klar war, dass die Handlung nicht unbedingt realistisch sein soll. Auch die vielen Prisen Humor überzeugten mich davon, dass man hier nicht jedes Wort auf die Goldwaage legen sollte, sondern einfach das Lesen genießen.

★★★★☆

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