Rezension zu „Book of Lies“ von Teri Terry

fullsizeoutput_1996Gebundene Ausgabe: 400 Seiten
Verlag: Coppenrath (5. Juli 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3649667520
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 14 – 17 Jahre
Originaltitel: Book of Lies
Preis: 17,95€
auch als E-Book erhältlich

 

Düster und mysteriös

Inhalt:
Erst auf der Beerdigung ihrer Mutter lernen die 17-jährigen Zwillinge Piper und Quinn sich kennen. Bis dahin wussten sie scheinbar nicht, dass es sie im Doppelpack gibt, denn Quinn ist bei ihrer Großmutter aufgewachsen, die Piper nie kennengelernt hat, während Piper bei den Eltern lebte. Ihre Mutter hat stets ein großes Geheimnis verborgen, dem die Mädchen nun gemeinsam auf den Grund gehen.

Meine Meinung:
Die Idee zu diesem Buch gefällt mir ziemlich gut. Geschichten mit Zwillingen mag ich sowieso gerne, weil zwischen ihnen oft ein ganz besonderes Band besteht, so auch hier. Der Schreibstil von Teri Terry ist auch recht fesselnd. Die Beschreibungen der Umgebung und der Personen sind sehr plastisch. So kommt direkt das Kopfkino in Gang.

Es wird abwechselnd von Quinn und Piper in der 1. Person erzählt. Die Kapitel sind mit dem jeweiligen Namen überschrieben und sogar jede Seite mit dem Anfangsbuchstaben der erzählenden Person. Das ist wirklich toll, denn so hat man jederzeit den Überblick, wessen Perspektive man gerade liest, auch wenn man mal mitten im Kapitel das Buch aus der Hand legen muss.

Leider dauert es ungefähr 200 Seiten, bis die Handlung in Schwung kommt. Bis dahin lernt man die Zwillinge kennen bzw. sie sich gegenseitig und ihre Umgebung. Das zieht sich für meinen Geschmack etwas zu lang hin. Hier fehlt noch das spannende Element. Das kommt allerdings in der zweiten Buchhälfte dazu. Die Geschichte wird nun megaspannend und düster. Mysteriös war sie auch schon in der ersten Hälfte, denn natürlich fragt man sich, was die Mutter der Zwillinge dazu bewogen hat, die beiden nach der Geburt zu trennen und warum das eine Kind im Wohlstand aufwachsen durfte, das andere abseits von aller Welt mitten im Dartmoor in ärmlichen Verhältnissen.

Die Protagonistinnen fand ich beide sehr interessant, besonders ihren Umgang mit der Wahrheit und mit Lügen. Dass das Buch der Lügen eine entscheidende Rolle spielt, dürfte daher niemanden wundern. Meine Sympathie wechselte dabei ständig von Quinn zu Piper und wieder zurück. Keine wirkt hundertprozentig gut und keine wirklich böse. Diese Grautöne waren für mich sehr spannend, und die beiden konnten mich mit ihren Reaktionen auch immer wieder überraschen. Aber auch die Rolle der Großmutter konnte ich nicht vorhersehen. Auch sie ist für manche Überraschung gut.

Die Geschichte basiert teilweise auf überlieferten Sagen aus dem Dartmoor, was das Ganze noch gruseliger macht. Manche der beschriebenen Albträume jagten mir schon einen Schauder über den Rücken. Für ganz ängstliche LeserInnen ist die Geschichte eher nichts. Alle anderen werden zumindest in der zweiten Hälfte ihren Lesespaß haben.

★★★★☆

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