Rezension zu „Schlaf, Engelchen, schlaf“ von Wolfgang Burger

fullsizeoutput_1971Broschiert: 416 Seiten
Verlag: Piper Paperback (4. Oktober 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3492060301
Preis: 15,00€
auch als E-Book erhältlich

 

 

 

Alexander Gerlach im Alleingang

Inhalt:
Nachdem er vor zwei Wochen, Anfang Mai, nur knapp dem Tod entronnen ist, ist der Heidelberger Kripo-Chef Alexander Gerlach erst mal krankgeschrieben. Als ein Fremder an ihn herantritt mit einer seltsamen Bitte, will Gerlach mit der Geschichte eigentlich gar nichts zu tun haben. Aber natürlich erwacht schon bald sein Jagdinstinkt, und er beginnt außerdienstlich und mehr oder weniger im Alleingang zu ermitteln.

Meine Meinung:
Dies ist bereits der 13. Band dieser Krimi-Reihe. Die einzelnen Fälle sind abgeschlossen, sodass man die Bücher auch einzeln lesen kann. In diesem Teil wird allerdings immer mal wieder auf den letzten Fall Bezug genommen, was ein späteres Lesen des 12. Bandes nicht empfehlenswert erscheinen lässt.

In der Regel spielen auch das Privatleben bzw. die Interaktionen der Mitarbeiter eine große Rolle. Es bietet sich natürlich an, dieses vom ersten Band an mit zu verfolgen – unbedingt notwendig ist es aber nicht. In „Schlaf, Engelchen, schlaf“ ist Gerlach nun hauptsächlich allein unterwegs, Mitarbeiter, Geliebte und Familie kommen nur am Rand vor. Insofern lässt sich gerade dieser Band besser als Neueinsteiger lesen als mancher Vorgänger. Allerdings ist er deswegen eben auch sehr untypisch.

Gerlach war mir auch in diesem Roman sehr sympathisch. Man merkt ihm an, dass der letzte Fall ihn sehr mitgenommen hat. Er leidet unter Ängsten und muss erst allmählich wieder zu seiner alten Form finden. Aber wie er sich reinkniet, um jemandem zu helfen, finde ich einfach toll. Dass er dabei „inkognito“ in allerlei peinliche Situationen gerät, sorgt hin und wieder für ein Schmunzeln.

Ansonsten ist aber Spannung angesagt, geht es doch darum, das Leben eines Menschen zu schützen bzw. einen alten Fall aufzuklären. Dass Gerlach von vielen Beteiligten nach Strich und Faden belogen wird, macht die Sache nicht gerade einfach. Doch ohne eine gewisse Menschenkenntnis hätte er es wohl nie so weit gebracht.

Mich hat „Schlaf, Engelchen, schlaf“ so sehr gefesselt, dass ich es kaum aus der Hand legen wollte und das Buch innerhalb kürzester Zeit gelesen hatte. So muss ein guter Krimi sein!

Die Reihe:
1. Heidelberger Requiem
2. Heidelberger Lügen
3. Heidelberger Wut
4. Schwarzes Fieber
5. Echo einer Nacht
6. Eiskaltes Schweigen
7. Der fünfte Mörder
8. Die falsche Frau
9. Das vergessene Mädchen
10. Die dunkle Villa
11. Tödliche Geliebte
12. Drei Tage im Mai
13. Schlaf, Engelchen, schlaf

★★★★★

Das Buch wurde mir vom Piper Verlag kostenlos überlassen. Dafür bedanke ich mich ganz herzlich.

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3 Gedanken zu “Rezension zu „Schlaf, Engelchen, schlaf“ von Wolfgang Burger

    • Hallo Yvonne,

      ja, ich habe alle Bände gelesen. Mir gefallen sie alle gut.

      Aber wie das bei Regionalkrimis halt so ist, spielt es auch eine große Rolle, wenn man die Gegend, die Straßen, Eckpunkte, die erwähnt werden, selbst kennt. Da ich in Heidelberg studiert und immer noch Beziehungen dorthin habe, habe ich immer ein klares Bild vor mir, wo der Kommissar sich gerade befindet.

      Aber ich finde auch die Kriminalfälle an sich gut, und ich mag den Protagonisten und auch die Nebencharaktere.

      Wenn du dir unsicher bist, kannst du es ja mal mit dem 1. Band versuchen. Den bekommt man ja gebraucht fast geschenkt.

      Liebe Grüße
      Lilli

      Gefällt 1 Person

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