Rezension zu „Haus der tausend Spiegel“ von Susanne Gerdom

100_5182Taschenbuch: 416 Seiten
Verlag: cbt (12. September 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3570310748
Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 14 Jahren
Preis: 12,99€
auch als E-Book erhältlich

 

 

Magisch mysteriös und unglaublich fesselnd

Inhalt:
Die junge Hexe Annik hat sich um einen Studienplatz für Magie beworben. Doch zuerst muss sie das Rätsel um die Familie van Leuven lösen. Sie wird dort als Kindermädchen für den fünfjährigen Elias angestellt, der zutiefst gestört zu sein scheint. Doch auch sein Vater, Gabriel van Leuven, wirkt nicht ganz knusper. Wird Annik das Vertrauen der van Leuvens gewinnen können?

Mit allem Mut und aller Liebe, deren sie fähig ist, begibt Annik sich in ein gefährliches Abenteuer.

Meine Meinung:
Schon lange gehört Susanne Gerdom zu meinen Lieblingsautorinnen. Und wieder einmal konnte sie mich von Anfang bis Ende mit einer schaurig-schönen Geschichte begeistern. Sie entführt den Leser nach Antwerpen, wo Hexen von den „Tumben“ (Nicht-Hexen) nur geduldet werden.

Die junge Hexe Annik war mir gleich sehr sympathisch. Sie ist freundlich und pragmatisch, mutig und entschlossen. Wenn sie den Eindruck hat, dass ihr Dienstherr Gabriel van Leuven einen groben Fehler macht, dann scheut sie sich auch nicht, ihm dies knallhart zu sagen. Eine Duckmaus ist Annik wirklich nicht. Sie setzt sich für die ein, die ihr am Herzen liegen.

Gabriel van Leuven ist ein unterkühlter Mensch, den man anfangs sehr schwer einschätzen kann. Zuweilen wirkt er recht launisch. Mal ist er freundlich zu Annik, dann wieder grob abweisend. Auch die übrigen Personen sind schwer zu durchschauen. Ganz seltsam wird es, als plötzlich Angestellte verschwinden. Und was Annik bei ihren Streifzügen durch das herrschaftliche Anwesen entdeckt, ist alles andere als beruhigend.

Mysteriöse Vorfälle und ein absolut genialer Schreibstil, der das Kopfkino ankurbelt und die Geschichte wie einen Film vor dem inneren Auge ablaufen lässt, sorgten dafür, dass es mir schwerfiel, das Buch zwischendurch aus der Hand zu legen. Oft war ich im Zweifel, ob es sich bei manchen Ereignissen um Realität handelt oder um einen Traum oder ob es ein Zauber ist. Gerade diese Verwirrung macht die Geschichte auch wieder so spannend. Man muss sich einfach darauf einlassen und sich durch die Handlung führen lassen, ohne sofort alles verstehen zu wollen. Ich muss allerdings gestehen, dass mir das ein oder andere auch auf der letzten Seite noch nicht ganz klar war. Hier haben mir noch einige erklärende Hinweise gefehlt. Doch dem genialen Gesamteindruck tut dies keinen Abbruch.

Wie schon erwähnt, finde ich Susanne Gerdoms Schreibstil einfach klasse. Ihre Beschreibungen sind oft bildhaft und manchmal ein bisschen poetisch zu lesen. Sie schafft dadurch eine sehr intensive Atmosphäre, die einen förmlich in das Geschehen hineinzieht. So ist es ein riesengroßes Vergnügen, an Anniks Seite das Rätsel der Familie van Leuven zu lösen.

★★★★★

Ich bedanke mich beim Verlag cbt ganz herzlich für das Rezensionsexemplar für die Leserunde auf leserunden.de.

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2 Gedanken zu “Rezension zu „Haus der tausend Spiegel“ von Susanne Gerdom

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