Rezension zu „Alles, was ich sehe“ von Marci Lyn Curtis

100_4819Format: E-Book
Dateigröße: 3779 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 432 Seiten
Verlag: Königskinder (18. März 2016)
Sprache: Deutsch
Originaltitel: The One Thing
Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 14 Jahren
Preis: 10,99€
auch als gebundenes Buch erhältlich

 

Berührende Geschichte – locker zu lesen

Inhalt:
Die 17-jährige Maggie ist seit einem halben Jahr blind und tut sich alles andere als leicht mit ihrer neuen Situation. Als sie sich durch ein Missgeschick den Kopf anschlägt, kann sie plötzlich einen Jungen vor sich sehen, den 10-jährigen Ben. Warum sieht sie ausgerechnet ihn? Als sie sich dann noch in Bens großen Bruder Mason verliebt, ist das (Gefühls-) Chaos komplett.

Meine Meinung:
Ich war sehr gespannt auf dieses Jugendbuch, nachdem die Bewertungen fast durchweg bei 5 Sternen liegen. Vielleicht waren dadurch meine Erwartungen etwas zu hoch, oder meine Ansprüche sind einfach höher als die anderer Leser.

Das Buch ist toll und lässt sich super lesen, keine Frage! Der Schreibstil hat mich mitgerissen. Die Geschichte ist eigentlich ziemlich ernst, aber durchsetzt mit humorvollen Dialogen und Gedanken. Hierfür ist die Protagonistin Maggie mit ihrem Sarkasmus verantwortlich. Als Ich-Erzählerin zieht sie den Leser ganz nah an ihre Seite. Sie war mir sofort sympathisch und ich konnte ihre, gelinde gesagt, Unzufriedenheit mit ihrer Blindheit und ihr leicht rebellisches Wesen absolut gut nachvollziehen.

Aber es geht in diesem Buch noch um viel mehr, um das Verhältnis zu ihren Eltern und zu ihren Freundinnen, das seit der Erblindung doch sehr gelitten hat. Dieser Aspekt wurde zwar immer wieder aufgegriffen, wurde aber doch recht schnell und oberflächlich abgehandelt.

Auch mit der Liebesgeschichte kam ich nicht ganz klar. Das ging mir zu hoppladihopp. Die Entwicklung war mir etwas zu sprunghaft. Vor allem blieb Mason für mich ziemlich unscheinbar. Was bei ihm den großen Reiz ausmachen soll, sodass ihm die Mädchen in Scharen zu Füßen liegen, ist leider nicht zu mir durchgedrungen.

Aber den kleinen Ben mit seiner großen Klappe und seinem noch größeren Herzen muss man einfach mögen. Mal wirkt er ganz kindlich, dann wieder so reif und altklug, dass es einen schier von den Socken haut. Sein Frohsinn ist furchtbar ansteckend und so musste ich während der Lektüre ganz oft vor mich hin schmunzeln.

Trotz kleiner Kritikpunkte empfehle ich das Buch gerne weiter, denn es sorgt ganz sicher für ein paar schöne Lesestunden und auch etwas Stoff zum Nachdenken. Als Zielgruppe werden Jugendliche ab 14 Jahren angegeben. Ich denke aber, dass auch 12-Jährige schon gut damit klarkommen.

★★★★☆

Herzlichen Dank an NetGalley und an Königskinder, ein Imprint des Carlsen Verlags, die mir ein Gratis-E-Book zukommen ließen.

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Ein Gedanke zu “Rezension zu „Alles, was ich sehe“ von Marci Lyn Curtis

  1. Hallo 🙂
    Ich habe das Buch in meinem Urlaub gelesen und war leider nicht ganz so begeistert gewesen. Maggie war mir einfach zu jammerich und immer wieder hat sie das Gleiche wiederholt. Das hat mich schon arg genervt. 😦 Ich hätte mir außerdem gewünscht, dass die Liebesgeschichte ein bisschen mehr Raum bekommen hätte und nicht nur einen Nebensatz quasi. Aber Ben war einfach wundervoll. Ich habe ihn geliebt. 😀 Hach, Ben!
    Ich fand es auch schade, wie du, dass das mit der Freundschaft immer wieder betont wurde und als so groß und wichtig für sie dargestellt wurde und dann hat es gar keinen richtigen Platz im Buch bekommen.
    Meine Rezension ist vorgestern online gegangen.

    Herzliche Grüße,
    Lotta

    Gefällt 1 Person

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