Rezension zu „Hass“ von Arne Dahl

100_4706Taschenbuch: 576 Seiten
Verlag: Piper Taschenbuch (1. Juli 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3492309127
Originaltitel: Sista paret ut
Preis: 9,99€
auch broschiert, als E-Book und als Hörbuch erhältlich

 

 

Ein herrlich komplexer Thriller

Nach „Gier“, „Zorn“ und „Neid“ ist „Hass“ nun der 4. und letzte Fall der Opcop-Gruppe, dieser Europol-Einheit, die nach wie vor inoffiziell agieren muss. Sie besteht aus ehemaligen Mitgliedern der A-Gruppe (siehe vorherige Thriller-Reihe von Arne Dahl), aber auch neu rekrutierten europäischen Polizisten. Ich empfehle, die Bände in der richtigen Reihenfolge zu lesen, da die Hauptfälle zwar mehr oder weniger abgeschlossen sind, aber immer wieder Personen oder Vorkommnisse aus den vorherigen Bänden mit hinein spielen.

Inhalt:
Paul Hjelm muss als Leiter der Opcop-Gruppe seine Mitarbeiter in die ganze Welt schicken, um verschiedenen Spuren nachzugehen. Im Mittelpunkt stehen die Übergriffe auf die Opcop-Gruppe. Zwei Mitarbeiter wurden vor zwei Jahren entführt und müssen befreit werden. Außerdem will Hjelm den Mord an Donatella Bruno aufklären. Daneben hat es die europäische Elite-Einheit mit der Mafia, Drogenhändlern und skrupellosen Wissenschaftlern zu tun, die an den menschlichen Genen herumpfuschen.

Meine Meinung:
„Hass“ ist einerseits ein herrlich komplexer Thriller, der in vielen verschiedenen Handlungssträngen erzählt wird. Andererseits macht gerade dies das Lesen etwas anstrengend und nimmt auch ein wenig Spannung. Denn kaum hat man sich in den ersten Handlungsfaden eingelesen und die entsprechenden Personen kennengelernt, wird man schon wieder rausgerissen und zum nächsten Ermittlerpaar katapultiert. Um die vielen Charaktere einordnen zu können, gibt es im Anhang ein Personenverzeichnis. Allerdings hemmt es natürlich den Lesefluss, wenn man immer wieder nach hinten blättern muss. Da tendiere ich doch eher zum Mut zur Lücke.

Der Schreibstil von Arne Dahl gefällt mir immer wieder, auch wenn es manchmal etwas ausschweifend wirkt. Spannung ist durchgehend vorhanden, wenn auch nicht wirklich auf höchstem Niveau, aber mit einigen starken Spitzen. Es gibt ein paar hochspannende Actionszenen. Die Dialoge sind zum Teil mit Humor gewürzt und lockern den Thriller schön auf. Ansonsten hat mich die Kommunikation zwischen den Mitgliedern der Gruppe sehr beeindruckt. Als eingeschweißtes Team brauchen sie nur wenige Worte um sich zu verstehen.

Scheint es anfangs noch so, als gäbe es hier fünf verschiedene Fälle zu bearbeiten, wundert man sich gegen Ende nur noch, wie alles miteinander verzahnt ist. Hier greift ein Detail ins andere und ergibt schließlich ein rundes Finale. Doch vorher wartet noch die ein oder andere Überraschung auf den Leser. Langweilig wird es also nie. Auch die philosophischen Überlegungen und die aktuellen und zukunftsweisenden Bezüge fand ich gut. Insgesamt ein wirklich lesenswerter Roman von Arne Dahl – wie auch schon die VVorgängerbände.

Die Opcop-Reihe:
1. Gier
2. Zorn
3. Neid
4. Hass

★★★★☆

Herzlichen Dank an den Piper Verlag, der mir freundlicherweise ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.

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