Rezension zu „All die schönen Dinge“ von Ruth Olshan

100_4648Gebundene Ausgabe: 288 Seiten
Verlag: Oetinger (22. Februar 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3789103711
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 13 – 16 Jahre
Preis: 14,99€
auch als E-Book erhältlich

 

 

Ein schönes Jugendbuch

Inhalt:
Tammie war zehn Jahre alt, als die Ärzte ein Aneurysma in ihrem Kopf gefunden haben. Es kann jederzeit platzen – oder auch nicht. Eine tickende Zeitbombe. Seit der Diagnose dreht sich Tammies Leben und das ihrer Familie praktisch nur noch um diese potentiell tödliche Krankheit. Tammie treibt sich gerne auf dem Friedhof herum, wo sie nach dem ultimativen Spruch für ihr eigenes Grab sucht. Dabei lernt die inzwischen Sechzehnjährige Fynn kennen, der auf dem Friedhof jobbt. Als sie sich in ihn verliebt, muss die Liste der verbotenen Dinge, noch einmal überdacht werden, denn da stehen auch solche schönen Dinge wie starke Emotionen oder Sex drauf …

Meine Meinung:
„All die schönen Dinge“ ist der Debütroman von Ruth Olshan und überaus gelungen. Er lässt sich locker lesen, die Dialoge sind spritzig und zum Teil witzig – trotz dieses ernsten Themas.

Die Protagonisten sind (fast) alle supersympathisch. Man fühlt sich von Anfang an mit Tammie verbunden und möchte mehr über sie erfahren und ihr helfen. Ihr Umgang mit ihrer Krankheit ist recht pragmatisch, was mir gut gefallen hat. Nichtsdestotrotz fürchtet sie sich natürlich vor dem Tod, aber deshalb auf all die schönen Dinge verzichten und damit praktisch gar nicht richtig leben? Das kann es doch auch nicht sein. In Fynn findet sie einen Partner, der sie nimmt, wie sie ist und der ihr viel Lebensfreude gibt.

Auch die Eltern der beiden sind supersympathisch – davon kann man als Jugendlicher nur träumen. Fast war mir ihr Riesenverständnis für alles schon etwas zu viel des Guten. Lediglich Tammies Bruder Ben ist ein Griesgram, dem man anmerkt, dass er sich hinter Tammie zurückgesetzt fühlt, weil er immer auf sie Rücksicht nehmen muss. Allerdings finde ich dieses Verhalten sehr authentisch.

Der Roman ist berührend und fesselnd, aber es war mir fast zu viel heile Welt. Ich hatte bei diesem Thema etwa Dramatischeres erwartet. Aber andere Leser werden das Buch genau so lieben, wie es ist. Es steht ja nicht jeder so auf Drama 😉

★★★★☆

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8 Gedanken zu “Rezension zu „All die schönen Dinge“ von Ruth Olshan

  1. Auf das Buch bin ich auch aufmerksam geworden, als ich nach ähnlichen Büchern wie „Das Schicksal ist ein mieser Verräter“ oder „Die Unwahrscheinlichkeit von Liebe“ gesucht habe. Gelesen habe ich es noch nicht…bin mir immer noch nicht sicher xD Kennst du denn noch ähnliche Bücher, die in diese Richtung gehen?

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