Rezension zu „Die Auslese. Nichts vergessen und nie vergeben“ von Joelle Charbonneau

9783764531188_CoverGebundene Ausgabe: 416 Seiten
Verlag: Penhaligon Verlag (12. Januar 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3764531188
Originaltitel: Independent Study (Book II)
Preis: 16,99€
auch als E-Book und als Taschenbuch erhältlich

 

 

Bildquelle: Randomhouse

 

Ich lese gerade den 3. Band dieser Trilogie. Deshalb möchte ich euch nicht meine Rezension zum Vorgänger vorenthalten, obwohl ich diesen schon vor längerer Zeit gelesen habe, als es mein Blog noch gar nicht gab  🙂

 

ACHTUNG: Dies ist der 3. Band einer Trilogie. Daher kann meine Rezension SPOILER zum ersten Band enthalten.

 

Nicht so brutal wie der Vorgänger

Der erste Band der Auslese-Trilogie war furchtbar spannend, aber mich hat die sinnlose Brutalität wahnsinnig gestört. Band zwei ist nun nicht so brutal, obwohl es auch wieder gefährliche Prüfungen für die frisch gebackenen Studenten gibt. Die Spannung wird hier mehr auf der psychischen Ebene erzeugt. Cia weiß nicht, wem sie trauen kann. Die Ereignisse aus der Auslese hat sie dank der Organisatoren vergessen, und die Aufnahme auf ihrem Transit-Kommunikator, weist Lücken auf. Schließlich hat sie ja auch nicht alles Wichtige selbst miterlebt. Cia kommt nun mit Rebellen in Kontakt, muss aber natürlich alles tun, um in Tosu-Stadt an der Universität nicht aufzufallen. Gar nicht so einfach, wenn die Professoren einen schon wegen der außergewöhnlich guten Leistungen auf dem Kieker haben.


Damit kommen wir schon zu meinem Hauptkritikpunkt an diesem Buch. Cia war ja schon immer sehr sympathisch und hatte einen ausgeprägten Sinn für Gerechtigkeit. Aber in diesem Band wird sie schier übermenschlich dargestellt. Was immer sie anpackt, gelingt ihr fast mühelos. Die Studenten werden bespitzelt – Cia schafft Abhilfe. Sie bekommt wesentlich mehr Kurse aufgebrummt als alle anderen – Cia schafft alles. Und dabei bleibt sie freundlich und zuvorkommend und rettet ihre Feinde. Das war mir einfach zu viel des Guten.

Auch der Schreibstil konnte mich diesmal nicht wirklich begeistern. Zwar ist das Buch wie schon der erste Band aus Cias Sicht in der 1. Person im Präsens geschrieben. Doch wirkte es auf mich oft so kalt wie ein Bericht, eine Dokumentation, nicht wie die Erlebnisse, Gedanken und Gefühle einer jungen Frau.

„Nichts vergessen und nie vergeben“ ist ein typischer mittlerer Band einer Trilogie. Die Handlung kommt nur wenig voran. Es gibt eben weitere Prüfungen, ein paar neue Figuren, von denen viele keine große Rolle spielen. Je länger man liest, umso mehr Fragezeichen tauchen auf. Ein bisschen erfahren wir über die Gesellschaft und die Hintergründe der Auslese. Kurz vor Schluss gibt es eine überraschende Wendung. Und mit diesem Cliffhanger müssen wir nun auf den dritten Band warten.

Die Reihe:
1. Die Auslese. Nur die Besten überleben
2. Die Auslese. Nichts vergessen und nie vergeben
3. Die Auslese. Nichts ist, wie es scheint

★★★☆☆

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4 Gedanken zu “Rezension zu „Die Auslese. Nichts vergessen und nie vergeben“ von Joelle Charbonneau

  1. Huhu!
    Oh, der 2. hat schon nur 3 Sterne bekommen…
    Dann bin ich mal gespannt wie viel der dritte bekommt. Den fand ich persönlich am schlechtesten.
    Bei mir gab es 5-4-3 Emmis, also ein kontinuierlicher Abzug.

    LG,
    Bücherfee

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    • Das kann ich dir schon mal verraten: Bei mir bekommen alle drei Bände 3 Sterne, der 1. gute, der 2. durchschnittliche und der 3. knappe 3 Sterne 😉 Beim letzten habe ich zwischen 2 und 3 Sterne geschwankt, dann aber doch aufgerundet. Es wird tatsächlich von Band zu Band schlechter. Aber richtig begeistern konnte mich kein Teil dieser Trilogie.
      LIebe Grüße
      Lilli

      Gefällt mir

  2. Amen! Ich fand es auch so unrealistisch, dass Cia einfach alles gelingt.
    Auch das sie sich am Ende selbst als Anführerin der Rebellion sieht, fand ich sehr merkwürdig. Sicher gibt es doch andere, die weit erfahrener und besser geeignet wären?!
    Außerdem hat sich zum ersten Band einfach viel wiederholt.
    Schade eigentlich, denn den ersten Band fand ich ganz gut. – Den zweiten habe ich auch innerhalb von 2 Tagen gelesen, also sollte ich nicht so viel meckern, aber zurückblickend war es nicht das beste Buch…
    LG Lisa

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