Rezension zu „Nie wieder sollst du lügen“ von Lena Avanzini

100_4589Taschenbuch: 344 Seiten
Verlag: Haymon Verlag (8. März 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3709978481
Preis: 9,95€
auch als E-Book erhältlich

 

 

 

Solider Kriminalroman mit Thrillerelementen und österreichischem Charme

Inhalt:
Eine vierköpfige junge Familie rast ungebremst mit dem Auto in eine Baumgruppe, das Auto geht in Flammen auf. Alles spricht für einen erweiterten Selbstmord des Vaters Fritz Hirmer. Gruppeninspektorin Carla Bukowski hat an der Unfallstelle mit ihrem privaten Trauma zu kämpfen und dreht durch. Major Nowak zwingt sie zum Urlaub, den sie bei ihrer guten Freundin Kim verbringt. Als sich dort ein ähnlicher Unfall ereignet, wittert Bukowski ein Verbrechen in den beiden Fällen. Doch das wird von ihrem Chef als Humbug abgetan. Bukowski ermittelt auf eigene Faust und stößt bald auf ein Gespinst von Lügen.

Meine Meinung:
Carla Bukowski ist eine ganz besondere Frau, allerdings nicht besonders einfach. Sie hat schon viel durchgemacht und wird immer wieder von Albträumen geplagt. Sie ernährt sich von Kaffee und Zigaretten und versprüht Zynismus, wo es nur geht. Mit ihrem Starrsinn macht sie ihrem Chef und auch ihrer Freundin das Leben schwer, aber wenn sie ein Verbrechen vermutet, kann sie einfach nicht stillhalten. Dann greift sie durchaus auch zu sehr unkonventionellen Mitteln. Mir war diese Protagonistin ein klein wenig zu abgedreht.

Der Kriminalfall ist schön komplex, und Lena Avanzini versteht es, den Leser immer wieder auf falsche Fährten zu locken. Es dauert eine gute Weile, bis man die Zusammenhänge erkennt, bis man die wichtigen von den unwichtigen Details trennen kann.

Die Spannung wird ganz allmählich aufgebaut. Je weiter man liest, desto mehr Abgründe tun sich auf, und damit steigt auch die Spannung, bis sie sich gegen Ende in einem Showdown entlädt.

Lena Avanzinis Schreibstil hat mir ausgesprochen gut gefallen. Er ist lebhaft und flott, durchzogen von Metaphern, die die Beschreibungen unterstützen. In diesem Genre findet man leider selten eine so schöne Sprache wie in diesem Buch. Dabei beweist die Autorin immer wieder Humor, was den Roman schön auflockert.

„Nie wieder sollst du lügen“ ist der Auftakt einer Reihe um die Ermittlerin Carla Bukowski. Ich bin schon auf weitere Fälle gespannt.

Fazit:
Mir hat dieses Buch mit seinem außergewöhnlich schönen Schreibstil und einem komplexen Kriminalfall einige spannende Lesestunden beschert. Die Ermittlerin Carla Bukowski ist zwar sehr gewöhnungsbedürftig, wurde aber tiefgründig angelegt, sodass man sich gut in sie einfühlen kann.

★★★★☆

Ich danke der Autorin Lena Avanzini, die mir ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat, ganz herzlich.

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7 Gedanken zu “Rezension zu „Nie wieder sollst du lügen“ von Lena Avanzini

  1. Hallo Lilli!

    Ich fand deine Besprechung sehr schön und treffend und habe dich unter meiner Rezension zu diesem Buch zitiert und verlinkt, ich hoffe, das geht in Ordnung? Falls nicht, sag einfach bescheid!!

    Liebe Grüße, Philly von WortGestalt-BuchBlog

    Gefällt 1 Person

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