Rezension zu „Hector und die Suche nach dem Paradies“ von François Lelord

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Gebundene Ausgabe: 256 Seiten
Verlag: Piper (1. April 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3492056274
Preis: 18,00 €
auch als E-Book und als Hörbuch erhältlich

Hector auf der Suche nach dem Glauben (und natürlich der Liebe)

Dieser Roman spielt vor den anderen Hector-Romanen, nämlich 1978 – es ist also quasi ein Prequel. Wir lernen den jungen Hector kennen, gerade mal 25 Jahre alt und am Anfang seiner ärztlichen Laufbahn. In der Psychiatrischen Abteilung des Krankenhauses haben mehrere Patienten apokalyptische Visionen. Ursache dafür ist ein Tee, den sie versehentlich von dem chinesischen Arzt Dr. Chin bekommen haben. Plötzlich sind mehrere Parteien hinter diesem Tee her, unter anderem Hectors Kollege Armand, der ihn seinem Lieblingspharmakonzern überlassen will.

Hector reist mit seiner hübschen Kollegin Clotilde, in die er heimlich verliebt ist, in den Himalaya, um den dorthin geflüchteten Dr. Chin zu suchen. Hier begegnet er den verschiedensten Menschen, die sich auf die ein oder andere Weise zu dem ein oder anderen Gott hingezogen fühlen. In intensiven Gesprächen mit Mitreisenden und durch genaue Beobachtungen erfährt Hector viel über die verschiedenen Religionen der Welt, über den Glauben und über die Liebe. Die Quintessenzen notiert er dabei in seinem Notizbuch. Besonders der Buddhismus spielt hier eine große Rolle, aber auch die anderen Religionen werden unter die Lupe genommen und verglichen. Für Leser, die sich mit diesem Thema noch nicht auseinandergesetzt haben, kann dieser Roman ein guter Einstieg sein.

Mir macht es immer wieder Spaß, ein Buch von François Lelord zu lesen. Die Sprache ist gehoben, aber im Satzbau doch so einfach, als handelte es sich um ein Kinderbuch, was es aber beileibe nicht ist. Man wird immer wieder angehalten, sich selbst Gedanken zu machen. Hectors Erkenntnisse sind zwar nichts Neues und auch nicht weltbewegend, aber sie treffen den Nagel auf den Kopf. Hier werden Psychologie und Philosophie charmant in eine ganz nette Geschichte verpackt. Die Rahmenhandlung hätte dabei für mich gerne etwas spannender oder gefühlvoller sein dürfen.

Fazit:
Francois Lelord hat Religion und Philosophie geschickt in einen humorvollen Roman verpackt. Ich empfehle ihn für Leser, die sich diesen Themen auf einfache Weise nähern wollen und natürlich für Fans von Hector.

Die Reihe:
Hectors Reise oder die Suche nach dem Glück
Hector und die Geheimnisse der Liebe
Hector und die Entdeckung der Zeit
Hector und Hector und die Geheimnisse des Lebens
Hector und das Wunder der Freundschaft
Hector fängt ein neues Leben an
Hector und die Suche nach dem Paradies

★★★★☆

Ich danke dem Piper Verlag ganz herzlich für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars.

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