Rezension zu „Papierjunge“ von Kristina Ohlsson

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Gebundene Ausgabe: 576 Seiten
Verlag: Limes Verlag (29. Februar 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3809026402
Originaltitel: Davidsstjärnor
Preis: 19,99 €
auch als E-Book erhältlich

Alle Spuren führen nach Israel

Inhalt:
Am helllichten Tag wird mitten in Stockholm eine junge Erzieherin vor einer jüdischen Schule erschossen. Kurz darauf verschwinden zwei zehnjährige Jungen, die dieselbe Schule besuchen, und werden am nächsten Tag tot aufgefunden. Hängen die beiden Fälle zusammen? Alexander Recht und Fredrika Bergman ermitteln.

Meine Meinung:
Aus dieser Reihe habe ich bisher „Aschenputtel“ und „Himmelschlüssel“ gelesen, wobei ich „Himmelschlüssel“ besser fand. Und mit „Papierjunge“ ist Kristina Ohlsson noch einmal eine Steigerung gelungen. Trotz kleiner Mängel war mir dieser Thriller 5 Sterne wert.

Von der ersten Seite an ist die Handlung sehr spannend. Gibt es doch schon bald drei Mordopfer, und ein weiteres Kind ist verschwunden. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt, um dieses Kind zu finden. Die Eltern der Ermordeten und Verschwundenen sind der Polizei keine große Hilfe, sie verbergen ganz offensichtlich etwas.

Eine Besonderheit im Aufbau des Romans besteht darin, dass in der Zeit hin und her gesprungen wird. Dabei wird in mehreren Fragmenten der Schluss vorweggenommen, wo es noch einmal zu einer Tragödie kommt, ohne dass man gleich weiß, wen es treffen wird.

In „Himmelschlüssel“ hat mich das Auftauchen von Eden Lundell und Efraim Kiel gestört. Das war für mich für die dortige Handlung nicht notwendig bzw. sogar ein bisschen störend. In „Papierjunge“ wird nun klar, dass diese beiden Personen im letzten Band schon eingeführt wurden, um im jetzigen ihre ganze Tragweite zu entfalten. Sie spielen hier eine sehr große Rolle. Man muss den Vorgängerband aber nicht kennen – das Wichtigste wird hier noch einmal wiederholt, sodass man die Figuren auch ohne Vorkenntnisse verstehen kann.

Alex und Fredrika arbeiten als eingeschweißtes Team zusammen, wenn sie auch nicht wirklich die großartigen Ermittler abgeben, als die sie immer dargestellt werden. Dafür gehen sie für meinen Geschmack einfach zu planlos vor – aber sie sind eben auch nur Menschen. Auch Peder Rydh, der früher zu Alex Rechts Team gehörte, ist wieder mit von der Partie. Zwar steht er nicht im Dienst der Polizei, denn ihm wurde ja gekündigt, aber er hat gerade den Job des Sicherheitsbeauftragten der betreffenden Schule übernommen, sodass er eine gewisse Einsicht in die Dinge hat.

Nun komme ich zu den kleinen Mängeln, die ich oben erwähnte. Die Autorin wiederholt immer wieder manche Dinge, als hätte sie vergessen, dass sie das hundert Seiten zuvor schon geschrieben hat. Außerdem fand ich es nicht unbedingt befriedigend, dass zwar der Fall am Ende gelöst ist, die Ermittler die Zusammenhänge aber nicht wirklich erfasst haben. Nur der Leser wird darüber aufgeklärt.

Fazit:
Alles in Allem ein spannendes Lesevergnügen, auch ohne Vorkenntnisse der Reihe zu genießen.

Die Reihe:
1. Aschenputtel
2. Tausendschön
3. Sterntaler
4. Himmelschlüssel
5. Papierjunge

★★★★★

Herzlichen Dank an den Limes Verlag und Literaturschock für das Testleseexemplar!

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2 Gedanken zu “Rezension zu „Papierjunge“ von Kristina Ohlsson

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