Rezension zu „Witch Hunter“ von Virginia Boecker

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Gebundene Ausgabe: 400 Seiten
Verlag: dtv Verlagsgesellschaft (18. März 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3423761352
Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 14 Jahren
Originaltitel: The Witch Hunter
Preis: 17,95 €
auch als E-Book erhältlich

Unterhaltsam und spannend

Inhalt:
Anglia, 1558. Die 16-jährige Elizabeth Grey arbeitet für den Inquisitor Blackwell als Hexenjägerin – die Beste ihres Standes. Bis sie eines Tages selbst der Hexerei angeklagt wird. Weder ihr bester Freund Caleb, in den sie heimlich verschossen ist, noch ihr Lehrmeister Blackwell helfen ihr aus dem Gefängnis. In letzter Minute wird sie ausgerechnet von ihrem Erzfeind gerettet, nämlich dem mächtigsten Zauberer der Zeit, Nicholas Perevil. Er braucht Elizabeth’ Hilfe, und sie muss sich entscheiden, wem sie ihre Loyalität schenken will, ihrem bisherigen Herrn oder ihrem Retter.

Meine Meinung:
Mir hat dieser Roman gut gefallen. Er ist jugendlich locker geschrieben, wobei Elizabeth in der Ich-Form in der Gegenwart erzählt. So kann man sich gut in das Geschehen hineinversetzen, vor allem auch in die Protagonistin selbst und ihren Loyalitätskonflikt. Elizabeth war mir die meiste Zeit sehr sympathisch, und die Sympathie wurde von Seite zu Seite mehr. Denn sie macht eine tolle Entwicklung durch. Anfangs wirkt sie teilweise ein bisschen naiv und gutgläubig, doch entwickelt sie mit der Zeit immer mehr eine eigene Meinung und durchschaut die Intrigen, die im Hintergrund gesponnen werden.

Es gibt aber auch noch weitere interessante Charaktere, von denen ich vor allem die junge Hexe Fifer und den Wiedergänger Skyler hervorheben möchte. Diese Figuren sind nicht ganz einfach zu durchschauen und geben immer wieder Rätsel auf. Dagegen empfand ich Caleb als unangenehm blass. Bis zum Schluss habe ich einige seiner Handlungsweisen nicht verstanden.

Die Fantasie kommt voll auf ihre Kosten. Hier gibt es nicht nur Hexen und Hexenjäger, sondern auch Wiedergänger, Seher, Chimären und andere Wesen.

Ein bisschen Romantik darf natürlich auch nicht fehlen, und während es mir bei manchen Büchern zu viel ist, empfand ich es hier als zu wenig. Die Gefühle gehen einfach nicht tief genug, sondern kratzen nur ein bisschen an der Oberfläche.

Überhaupt hätte dem Roman grundsätzlich ein bisschen mehr Tiefe nicht geschadet. Vieles hätte man noch detaillierter ausbauen und erklären können. Zwar ist die Handlung in sich logisch, aber ein paar Hintergrundinformationen mehr wären schön gewesen. Toll finde ich, dass das Ende einigermaßen abgeschlossen ist, man also nicht mit einem riesigen Cliffhanger sitzengelassen wird, bis der nächste Band erscheint.

Trotz meiner kleinen Kritikpunkte freue ich mich trotzdem schon auf den Folgeband, der auf Englisch am 14. Juni 2016 unter dem Titel „The King Slayer“ erscheinen wird.

Fazit:
Ein unterhaltsames und spannend zu lesendes Jugendbuch, das für ein Debüt wirklich gut ist, dem aber noch das gewisse Etwas für einen aus der Masse herausragenden Roman fehlt.

★★★★☆

Herzlichen Dank an dtv und an vorablesen, die mir freundlicherweise ein Rezensionsexemplar überlassen haben.

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3 Gedanken zu “Rezension zu „Witch Hunter“ von Virginia Boecker

  1. Ich bin auch sehr gespannt auf den zweiten Band. Ob der wohl auch so „künstlich“ gehyped wird wie der erste? Es gab ja so viele Aktionen, um Witch Hunter unter die Blogger zu bringen, das war ja schon fast nicht mehr normal :-).

    Gefällt 1 Person

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