Rezension zu „Gedenke mein“ von Inge Löhnig

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Taschenbuch: 400 Seiten
Verlag: List Taschenbuch (15. Januar 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3548612287
Preis: 9,99 €

Der erste Fall für Gina Angelucci

Inhalt:
Unabsichtlich zieht Gina sich einen neuen Fall an Land. Dabei ist sie schwanger und sollte eigentlich nur noch Bürodienst machen. Doch sie kann die verzweifelte Mutter, deren siebenjährige Tochter Marie vor zehn Jahren verschwunden ist, nicht im Regen stehen lassen.

Währenddessen ermittelt Tino im Fall eines toten Babys, und im Hintergrund laufen die Hochzeitsvorbereitungen.

Meine Meinung:
„Gedenke mein“ ist quasi der 8. Band dieser Reihe. Oder er ist der 1. Band einer neuen Reihe, je nachdem, wie man das sehen will. In den ersten sieben spielt Kommissar Konstantin Dühnfort die Hauptrolle. Nun liegt der Focus auf seiner Verlobten Gina Angelucci, die bei der Kripo München Cold Cases bearbeitet. Für Quereinsteiger ist das vielleicht eine gute Möglichkeit, mit dieser Reihe zu beginnen. Allerdings kann ich auch die ersten sieben Bände wärmstens empfehlen.

Wie alle Kriminalromane von Inge Löhnig hat mir auch dieser wieder gut gefallen. Die Autorin versteht es, flüssig zu erzählen und dabei den Leser gut zu unterhalten. Dafür sorgen auch immer wieder winzige Prisen Humor und ein interessantes und liebevolles Privatleben der Kommissare.

Ich muss gestehen, das erste Drittel des Buches fand ich nicht so richtig spannend, was möglicherweise an dem alten Fall liegen mag, der nie richtig aufgeklärt wurde. Bei einem Fall, der bereits seit zehn Jahren offen ist, kommt es halt auf einen Tag mehr oder weniger auch nicht an, so dachte ich. Die Ermittlungen erweisen sich als schwierig, Spuren sind nach so langer Zeit kaum vorhanden, vernünftige Zeugenaussagen nicht zu bekommen. Und so zieht sich der Anfang ein bisschen. Einige Dinge werden mehrfach wiederholt, das fand ich unnötig.

Doch nach einer Wende in der Handlung kam dann, wie von Inge Löhnig nicht anders gewohnt, Spannung auf. Plötzlich geht es Schlag auf Schlag. Ein Verdächtiger gerät ins Visier der Polizei, die Zeit drängt, um größeres Unheil zu verhindern. Apropos Verdächtige: Davon gibt es einige, und Frau Löhnig hat es wieder einmal geschafft, mich ordentlich an der Nase herumzuführen. Zwar hatte ich auch den tatsächlichen Täter im Auge, aber er war nicht mein Favorit.

Im nächsten Roman der Reihe wird dann Dühnfort seinen 8. Fall aufklären.

Die Dühnfort-Reihe:
1. Der Sünde Sold
2. In weißer Stille
3. So unselig schön
4. Schuld währt ewig
5. Verflucht seist du
6. Deiner Seele Grab
7. Nun ruhet sanft

Der Angelucci-Roman
1. Gedenke mein

★★★★☆

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