Rezension zu „Die Unwahrscheinlichkeit von Liebe“ von A. J. Betts

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Das Foto zeigt die Lizenzausgabe der RM Buch und Medien Vertrieb GmbH, deren Cover mir viel besser gefällt als das Originalcover des Fischer-Verlags.

Taschenbuch: 336 Seiten
Verlag: FISCHER KJB; Auflage: 1 (16. September 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3596812547
Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 14 Jahren
Originaltitel: Zac & Mia
Preis: 8,99 €

Berührend, manchmal beklemmend und doch immer voller Hoffnung

Inhalt:
Der siebzehnjährige Zac ist an Leukämie erkrankt. Zig Zyklen von Chemotherapie hat er schon hinter sich. Nun ist er in seinem Krankenzimmer isoliert, da er eine Knochenmarktransplantation bekommen hat. Als im Nebenzimmer ein neuer Patient einzieht, ist Zac zuerst nur genervt, denn es wird lautstark gestritten und die Musik bis zum Anschlag aufgedreht. Als Zac entdeckt, dass seine Mitpatientin im gleichen Alter wie er selbst ist, erwacht sein Interesse. Per Klopfzeichen und über Facebook nehmen die beiden Jugendlichen Kontakt zueinander auf.

Meine Meinung:
Mich hat die Geschichte von Zac und Mia sehr berührt, ist es doch immer schlimm, wenn schon Kinder und Jugendliche um ihr Leben kämpfen müssen und dabei leiden. Der Autorin ist es hier wunderbar gelungen, die Gefühle und Empfindungen der beiden jungen Menschen realistisch und ehrlich darzustellen. Beide reagieren ganz unterschiedlich auf ihre Krebserkrankung. Während Zac eine Kämpfernatur ist und sich an Zahlen und Wahrscheinlichkeiten festhält, fällt Mia in ein dunkles Loch, ist wütend auf ihre Mutter und die ganze Welt. Anfangs wirkt sie recht oberflächlich und zickig. Ihr geht es scheinbar weniger um die Krankheit an sich als um die Auswirkungen der Therapie. Sie fürchtet den Verlust ihrer Schönheit und dass sie den Abschlussball verpasst. In ihrer Wut stößt sie alle Menschen, die ihr helfen wollen, von sich. Zac dagegen macht sich eher Sorgen, dass seine Krankheit sich negativ auf seine Familie auswirken könnte. Er tut alles, damit seine Mutter nicht traurig ist.

Ganz langsam entwickelt sich zwischen den beiden Patienten eine Beziehung, eine Freundschaft, die schließlich sogar zur Liebe wird. Dies geht ganz allmählich vor sich und alles andere als geradlinig. Immer wieder werden sie getrennt, müssen ein Stück weit allein ihren Weg gehen, um sich schließlich doch wieder zu treffen. Und die ganze Zeit hängt der Krebs, die Angst, dass er zurückkommen könnte, wie ein Damoklesschwert über ihnen.

Doch wer jetzt denkt, dies ist ein abgrundtief trauriger Roman, hat weit gefehlt. Klar gibt es traurige Szenen, die mich sogar zum Weinen brachten. Doch es gibt auch witzige Dialoge, die trotz der ernsten Thematik absolut passend erscheinen. Und immer wieder blitzt die Hoffnung durch. Sie lässt sich einfach nicht unterkriegen und macht in meien Augen das Buch so wertvoll.

★★★★★

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