Rezension zu „Die Principessa“ von Peter Prange

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Taschenbuch: 496 Seiten
Verlag: FISCHER Taschenbuch; Auflage: 1 (23. April 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3596030552
Preis: 9,99 €

FĂŒr Rom-Liebhaber und Architekturfreunde

Inhalt:
Rom, 1623. Die junge EnglĂ€nderin Clarissa macht die Bekanntschaft der zwei grĂ¶ĂŸten Baumeister des barocken Rom, Lorenzo Bernini und Francesco Barromini. Beide begehren die schöne Principessa und werden darĂŒber zu Feinden, was sich auch in ihren Bauwerken auswirkt.

Meine Meinung:
„Die Principessa“ ist erstmals 2002 erschienen. 2015 wurde sie nun vom Fischer Taschenbuch Verlag neu herausgegeben. Ich habe den Roman nur gelesen, weil ich ihn gewonnen habe. Ich mag Historisches nĂ€mlich ĂŒberhaupt nicht gerne. Umso ĂŒberraschter war ich, dass mich Peter Prange anfangs wirklich fesseln konnte. Ich fand die Charaktere interessant und die Sprache recht authentisch, also dem 17. Jahrhundert angepasst, soweit ich das beurteilen kann. Den Handlungsort Rom finde ich immer faszinierend – so konnte der Autor mich auch hiermit packen.

Gab es anfangs noch einige Überraschungen, fand ich mit zunehmender Seitenzahl die Handlung doch recht vorhersehbar und langatmig. Mir fehlte ein guter Spannungsbogen, und da es sich ja auch um eine Liebesgeschichte handelt, hĂ€tte ich auch mehr GefĂŒhl erwartet. Die Personen blieben mir aber seltsam fremd. Ihr Verhalten ist manchmal zu sprunghaft und nicht nachvollziehbar. Leider kommt die Handlung nur langsam voran und ist kĂŒnstlich aufgeblĂ€ht durch lange blumige Beschreibungen, viel Beterei und detaillierte Betrachtungen alter Bau- und Kunstwerke. Dabei fand ich Letzteres doch recht interessant. Ich war noch nie in Rom und habe durch diesen Roman große Lust bekommen, das zu Ă€ndern und auf den Pfaden der Principessa die Stadt, ihre Kirchen, PlĂ€tze und Brunnen zu erkunden.

Abgerundet wird das Buch durch eine Karte von Rom auf den ersten Seiten und eine Auflistung der historischen Fakten im Anhang. Beides muss man nicht nutzen, um der Handlung folgen zu können. Aber wer will, kann hier seine Beziehung zu den Protagonisten und zu Rom noch etwas vertiefen.

★★★☆☆

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