Rezension zu „Der Fürst des Nebels“ von Carlos Ruiz Zafón

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Taschenbuch: 272 Seiten
Verlag: FISCHER KJB; Auflage: 1 (21. Mai 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3596812721
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 12 – 15 Jahre
Originaltitel: El principe de la niebla
Preis: 9,99 €

Verzaubernde Geschichte

Inhalt:
Es ist Sommer 1943. Der dreizehnjährige Max zieht mit seiner Familie von der Stadt in ein kleines Dorf an der Küste, um dem Krieg zu entkommen. Er hat das Gefühl, sich in einem Spielzeugdorf zu befinden. Als er dies zu seiner Mutter sagt, meint sie nur lächelnd: „Vielleicht ist es so.“
Es geschehen seltsame Dinge: Die Bahnhofsuhr geht rückwärts, eine ganz besondere Katze schließt sich der Familie an (sie hat einen seltsamen Blick und frisst Spinnen). Max entdeckt einen Skulpturengarten, wobei er die Entfernung nicht richtig abschätzen kann, sie scheint sich ständig zu verändern. Ganz gruselig wird es, als sich eine der Skulpturen bewegt…

Meine Meinung:
Das Buch hat mich von der ersten Seite an fasziniert. Die Sprache Zafóns ist wunderbar, gehoben, aber doch so einfach zu lesen. Sie ist der Zeit des Zweiten Weltkriegs angepasst, wirkt aber nicht angestaubt. Es ist alles sehr eindrücklich beschrieben, man kann es sich im Kopf wirklich gut vorstellen und fühlt sich wie mitten im Geschehen. Das Buch beginnt ganz ruhig, doch schon nach ein paar Seiten wird es richtig spannend. Zu gerne möchte man wissen, was es mit dem Clown und den anderen Skulpturen auf sich hat.

Von Seite zu Seite wird mehr Spannung aufgebaut. Max freundet sich mit dem Enkel des Leuchtturmwärters an, der den Jungen fantasievolle Geschichten erzählt. Doch müssen sie bald feststellen, dass diese Geschichten nicht einfach frei erfunden sind. Es steckt eine übermächtige Gefahr dahinter.

Zuweilen sind die beschriebenen Szenen schon wirklich schaurig. Hier habe sogar ich als Erwachsene mich gegruselt. Insofern sollte man das Lesealter nicht zu niedrig ansetzen und dabei auf das jeweilige Kind Rücksicht nehmen.

„Der Fürst des Nebels“ ist Carlos Ruiz Zafóns Debütroman. Er wurde dafür 1993 mit dem spanischen Jugendliteraturpreis ausgezeichnet. Der Roman ist der Auftakt zur Nebel-Trilogie, einer anspruchsvollen Fantasy-Reihe für junge Leser, deren einzelne Bände aber voneinander unabhängig gelesen werden können.

Die Reihe:
1. Der Fürst des Nebels
2. Der Mitternachtspalast
3. Der dunkle Wächter

★★★★☆

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2 Gedanken zu “Rezension zu „Der Fürst des Nebels“ von Carlos Ruiz Zafón

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