Rezension zu „Extradunkel“ von Gabrielle Zevin

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Gebundene Ausgabe: 432 Seiten
Verlag: FISCHER FJB; Auflage: 1 (26. März 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3841421326
Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 14 Jahren
Originaltitel: In the Age of Love and Chocolate
Preis: 16,99 €

ACHTUNG: Diese Rezension kann Spoiler zu den ersten beiden Bänden enthalten.

Ein runder Abschluss der Trilogie, wenn auch nicht überragend

Inhalt:
Anya muss sich Gedanken über ihre Zukunft ohne Collegeausbildung machen. Sie nimmt ihre Idee, einen Nachtclub mit Kakaoausschank zu eröffnen, wieder auf und setzt alles daran, dieses Ziel zu verwirklichen. Ihr ehemaliger Erzfeind, Charles Delacroix, ist dabei an ihrer Seite, sehr zum Verdruss seines Sohnes Win, der Anya deshalb verlässt. Eine große berufliche Aufgabe, ein gebrochenes Herz, eine über die Stränge schlagende Natty, Ärger mit den anderen Schokoladenclans – das ist es, womit Anya sich herumschlagen muss.

Meine Meinung:
Mir haben alle drei Bände dieser Trilogie gut gefallen, aber stets hat mir das gewisse Etwas gefehlt. Im vorliegenden dritten Band kam die Handlung zwar gleich von Anfang an in Fahrt, er war auch sehr interessant und spannend zu lesen. Anya gerät in Lebensgefahr und steckt immer wieder in der Zwickmühle falscher Entscheidungen. Und doch konnte mich der Roman nicht hundertprozentig begeistern. Vieles plätschert ein bisschen zu sehr vor sich hin. Außerdem werden einige Dinge immer wieder wiederholt, was auf Dauer langweilig ist. Und es fehlte mir einfach ein knalliger Höhepunkt. Gerade in einem Abschlussband habe ich so etwas gerne.

Es hat mir aber gut gefallen, wie Anya sich entwickelt. Sie war schon immer eine starke Figur, die Verantwortung tragen musste. Nun ist Anya Balanchine aber richtig erwachsen geworden, und das steht ihr gut. Doch nicht nur Anya macht eine Entwicklung durch, auch Natty, Theo, Win und seine Eltern. Sie alle lernen dazu und gehen gestärkt aus der Situation heraus.

Der romantische Aspekt kam mir in diesem Band fast ein bisschen zu kurz. Ich hatte den Eindruck, hier ging es mehr um Geschäfte. Wirklich rührende, gefühlvolle Szenen kann man an einer Hand abzählen. Aber gut, es muss ja auch nicht immer so viel Liebesgedöns sein. Manch ein Leser ist vielleicht froh darüber.

Das Ende war mir dann fast ein bisschen zu sehr Friede-Freude-Eierkuchen. Aber damit kann ich leben. Zumal der ganze dritte Band darauf zu steuerte. So war es nur logisch, dass es kam, wie es eben kam.

Fazit:
Wer die ersten beiden Bände mochte, macht auch mit dem dritten nichts falsch. Die Handlung wird konsequent fortgeführt und zu einem schlüssigen Ende gebracht.

Die Reihe:
1. Bitterzart
2. Edelherb
3. Extradunkel

★★★★☆

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2 Gedanken zu “Rezension zu „Extradunkel“ von Gabrielle Zevin

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