Rezension zu „Blutwald“ von Julie Heiland

100_3778

Gebundene Ausgabe: 432 Seiten
Verlag: FISCHER FJB; Auflage: 1 (24. September 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3841421098
Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 14 Jahren
Preis: 16,99 €

Spannende Fortsetzung

„Blutwald“ ist der 2. Teil einer Trilogie. Den 1. Band „Bannwald“ sollte man unbedingt gelesen haben, da das Buch auf dem Vorgänger aufbaut und nahtlos anschließt.

Mir hat dieser Band noch ein wenig besser gefallen als der erste. Insgesamt erschien mir die Handlung klarer als im ersten Band. Besonders gefreut habe ich mich darüber, dass wir mehr darüber erfahren, wie es zu der Herrschaft der Tauren über die Leonen kam.

Die Charaktere sind wieder sehr interessant, Robin macht eine gewaltige Entwicklung durch und muss einige schlimme Dinge erleben. Sehr schön kommt zum Ausdruck, wie sie an sich selbst zweifelt und ihre Probleme mit dem Taurer-Anteil ihres Wesens hat. Emilian wirkt nun gar nicht mehr wie ein Bad Boy, sondern hat sich komplett zum Guten entwickelt. Dafür kommt eine weitere Figur ins Spiel, nämlich der Taurer Melvin. Er ist recht zwiespältig. Mal ist er freundlich zu Robin, dann wieder ziemlich arrogant und abweisend. Man weiß nicht, ob man ihm trauen soll oder lieber doch nicht.

Die Handlung erschien mir nicht immer ganz logisch und konsequent. Da fühlt Robin sich zum Beispiel so schwindelig und schwach, dass sie sich hinsetzen muss, nur um im nächsten Moment vor den Tauren durch den Wald zu fliehen.

Den größten Teil der Geschichte erzählt, wie bereits im 1. Band, Robin in der 1. Person Singular im Präsens. Dadurch bekommt man das Gefühl, alles hautnah mitzuerleben, besonders auch Robins Gefühle und Überlegungen. Einzelne Abschnitte sind aber auch wieder aus Birkaras’ Sicht von einem personalen Erzähler dargestellt. Hier kommen die Grausamkeit und die Machtbesessenheit, aber auch die faszinierende Kombinationsgabe und Intelligenz von Birkaras deutlich zum Ausdruck. Dieser Mann ist wirklich nicht so einfach auszutricksen.

Ein kleines Manko sind sprachliche Ungenauigkeiten wie zum Beispiel die falsche Verwendung das Wörtchens „scheinbar“ oder eine falsche Präteritumform von „aufhängen“. Mal ist der Plural von „Taurer“ „Tauren“, dann wieder „Taurer“. Birkaras wird mal mit „Sie“ angesprochen, mal mit „Ihr“. Das ist nichts Schlimmes, aber mich stört es einfach.

Wie schon der 1. Band endet auch dieser wieder mit einem Cliffhanger. Dieser lässt mich das Erscheinen des 3. Bandes „Sternenwald“ im Mai 2016 herbeisehnen, da ich unbedingt wissen muss, wie die Geschichte nun ausgeht.

Fazit:
Anders als viele mittleren Bände von Trilogien ist „Blutwald“ ganz sicher kein Lückenfüller. Die Handlung wird hier rasant weitergeführt, offene Fragen aus dem ersten Band teilweise geklärt, und die Protagonisten entwickeln sich schön weiter. Ich empfehle diese Trilogie einer jungen Autorin gerne weiter.

Die Reihe:
1. Bannwald
2. Blutwald
3. Sternenwald (Mai 2016)

★★★★☆

Advertisements

2 Gedanken zu “Rezension zu „Blutwald“ von Julie Heiland

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s