Rezension zu „Ein Ja im Sommer“ von Mary Kay Andrews

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Taschenbuch: 528 Seiten
Verlag: FISCHER Taschenbuch; Auflage: 2 (18. Mai 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3596032334
Originaltitel: Save the Date
Preis: 9,99 €

Guter Durchschnitt

Inhalt:
Cara ist 36 und hat einen Blumenladen in Savannah, Georgia. Ihre Haupteinnahmequelle sind Hochzeiten der Reichen, wo sie die Blumendekoration übernimmt. Ihr bester und einziger Freund ist ihr Angestellter Bert, bis sie auf einer Hochzeit Jack kennenlernt …

Meine Meinung:
Das Buch fängt ganz gut an. Eine witzige Szene ist der im Klappentext erwähnte Hundediebstahl. Auch die Auseinandersetzung mit nervigen Kunden wird locker beschrieben. Und die detaillierten Beschreibungen der Blumenarrangements machen Spaß. Sehr schön auch, wie Cara und Jack sich langsam verlieben. Beide waren mir von Anfang an sehr sympathisch, und auch als Paar mochte ich sie sehr gern.

Die zweite Hälfte des Romans hat mich an einigen Stellen aber doch ziemlich genervt. Hier hätte Mary Kay Andrews die detaillierten Beschreibungen der Blumensträuße besser etwas zurückschrauben sollen. So langsam konnte ich keine Blumennamen mehr lesen, zumal sich die einzelnen Blumen immer wieder wiederholten, nur eventuell in anderer Zusammensetzung. Irgendwann sollte es einfach mal gut sein.

Caras Verhalten konnte ich zuweilen auch nicht mehr verstehen. Sie ist in vielen Dingen total tough, aber plötzlich dreht sie durch, nur weil jemand nett zu ihr ist. Und obwohl sie eigentlich sehr friedliebend und harmoniesüchtig ist, lässt sie überhaupt nicht mehr mit sich reden. Dafür ging es mir dann im weiteren Verlauf wieder zu schnell, eine Entwicklung (ich möchte hier nicht spoilern) nimmt sich viel zu wenig Zeit. Sie kommt aus heiterem Himmel.

Dann sind mir noch mindestens drei Logikfehler aufgefallen. Das sollte eigentlich nicht vorkommen. Zum Beispiel sagt Cara auf S. 189: „Mein Schlafzimmer. Wenn das Fenster offen ist, höre ich alles, was auf der Straße passiert.“ Wenige Seiten später (S. 219) sagt sie: „Ich bekomme sie [die Fenster] nicht auf. Das Fenster in meinem Schlafzimmer habe ich mit einem Schraubenzieher und sogar mit einem Steakmesser bearbeitet, aber es hat sich nicht einen Millimeter bewegt. Und so sind alle Fenster in diesem Haus.“ Was denn nun? Auf oder zu?

Ich würde „Ein Ja im Sommer“ als locker-leichten Sommerroman bezeichnen, der viel Wert auf Blumen, Hochzeiten und Kleidungsbeschreibungen legt. Die Handlung ist im Großen und Ganzen recht vorhersehbar und ohne große Höhen und Tiefen. Lediglich mit einigen kleinen Details konnte die Autorin mich überraschen. Trotz allem lässt sich der Roman gut lesen, ist für mich aber allenfalls guter Durchschnitt.

★★★☆☆

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