Rezension zu „PROFILE. Die Prognose“ von Christine Seifert

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Broschiert: 384 Seiten
Verlag: FISCHER FJB; Auflage: 1 (20. August 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3841421500
Originaltitel: The Predicteds
Preis: 14,99 €

Spannender Jugendroman mit aktuellem Bezug

Inhalt:
Daphne Wright ist mal wieder mit ihrer Mutter Melissa umgezogen. Ihre neue Schule ist die Quiet High, wo sich gleich in der ersten Woche ein Amoklauf ereignet. In der Folge werden Stimmen laut, die eine Veröffentlichung der Profile-Ergebnisse fordern. Profile ist ein Programm, das aufgrund bestimmter Parameter das kriminelle Potenzial eines Jugendlichen berechnen kann.

Die 16-jährige Daphne verliebt sich in ihren Klassenkameraden Jesse, doch der hat seine Geheimnisse. Soll Jesse auf ihren Kopf oder auf ihren Bauch hören?

Meine Meinung:
„Profile. Die Prognose“ ist der Debütroman von Christine Seifert, und er ist ihr im Großen und Ganzen sehr gut gelungen. Ich konnte mich leicht in die Szenerie hineinversetzen. Dank Daphnes Erzählung in der Ich-Form im Präsens ist man als Leser ganz nah an der Protagonistin und an der Handlung dran. Auch sprachlich fand ich das Buch sehr gut gemacht. Man kann es locker lesen, es ist atmosphärisch und spannend. Auch die Gefühle und Zweifel der Protagonistin empfand ich als authentisch.

Daphne ist eine sehr sympathische Figur. Anders als die meisten Highschool-Mädchen interessiert sie sich nicht besonders für Shoppen, Make-up, Jungs und Sex. Ganz offen ist sie auch Außenseitern gegenüber, was ihr immer wieder böse Blicke und Anfeindungen der Clique der Reichen und Schönen einbringt. Auch wenn Daphne manchmal an sich zweifelt, lässt sie sich dadurch doch nicht verbiegen.

Als schließlich die Ergebnisse von Profile veröffentlicht werden, geht an der Quiet High Hexenjagd los. Die Schüler, die „eine Prognose“ bekommen haben, also die zukünftigen Verbrecher, werden ausgeschlossen und gemobbt.

Hier stellt sich natürlich die Frage, wie zuverlässig ein solches Programm arbeiten kann, wie sehr man sich auf das Ergebnis verlassen kann und ob der Mensch sich nicht doch noch ändern kann, wenn die Rahmenbedingungen passen. All dies thematisiert Christine Seifert. Allerdings hätte ich mir in diesem Teil noch mehr Tiefe gewünscht. Dafür, dass Profile und die Prognose titelgebend sind, kommen sie erst recht spät in der Geschichte zum Tragen.

★★★★☆

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Ein Gedanke zu “Rezension zu „PROFILE. Die Prognose“ von Christine Seifert

  1. Hach ja, ich mag deinen Buchgeschmack. Das Buch steht auch auf meiner Wunschliste.
    Tiefe vermisst man ja leider manchmal in Jugendbüchern, aber ich glaube, das Thema macht das Ganze einfach sehr spannend :).

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