Rezension zu „Verschwörung“ von David Lagercrantz

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Gebundene Ausgabe: 608 Seiten
Verlag: Heyne Verlag; Auflage: Ausgabe 1 (27. August 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3453269620
Originaltitel: Det som inte dödar oss
Preis: 22,99 €

Kaufen könnt ihr das Buch hier.

Ein würdiger Nachfolger der Millennium-Trilogie

Stieg Larsson, der Autor der erfolgreichen Millennium-Trilogie um die hochintelligente Hackerin Lisbeth Salander und den Investigativjournalisten Mikael Blomkvist, verstarb leider schon 2005. David Lagercrantz knüpft nun an diese Trilogie an, indem er dieselben Örtlichkeiten und Protagonisten benutzt und diese weiterentwickelt. Natürlich kommen auch noch neue dazu, wie zum Beispiel Professor Frans Balder, dessen Forschungsgebiet die Künstliche Intelligenz ist, und sein autistischer Sohn August. Auch Mitarbeiter der NSA und weiterer Organisationen spielen eine Rolle.

Während die Trilogie aber ein zusammenhängendes und aufeinander aufbauendes Konstrukt der drei Teile war, ist „Verschwörung“ eher ein einzeln stehender Teil, den nur der Hintergrund, also die Szenerie und das Personal, mit der Trilogie verbindet. Ich denke, man kann dieses Buch auch ohne Kenntnis der ersten drei Bände lesen.

Während Stieg Larsson seine Welt sehr düster gezeichnet und sehr viele Gewaltszenen verwendet hat, hält sich David Lagercrantz damit eher zurück. Seine Handlung ist nicht ganz so brutal, aber trotzdem spannend, wenn man erst mal die ersten 100 Seiten hinter sich gebracht hat. Er lässt sich anfangs für meinen Geschmack etwas zu viel Zeit, um den Grundstock der Geschichte anzulegen, aber sobald die Handlung dann an Fahrt aufnimmt, will man das Buch nicht mehr aus der Hand legen.

Der Plot ist sehr komplex aufgebaut, aber gut durchdacht, ein ausgeklügeltes Netz verschiedener Beziehungen und Handlungsweisen. Lisbeths Erzfeind, ihr Vater Alexander Zalatschenko, ist ja tot, doch bietet die Familie noch ein weiteres Mitglied, das Lisbeth zerstört sehen will.

Neben dem langatmigen Anfang habe ich noch einen weiteren kleinen Kritikpunkt: Einige der Charaktere, darunter Lisbeth, erscheinen schier übermenschlich. Sie sind zu Dingen fähig, die wohl kaum möglich sind, und damit meine ich noch nicht einmal die mathematischen Fähigkeiten des achtjährigen August, der, quasi ohne jemals vorher davon gehört zu haben, elliptische Kurven berechnen kann.

Im Großen und Ganzen bietet „Verschwörung“ jede Menge gute Unterhaltung und hat sich für mich trotz Abweichungen von der Trilogie als würdiger Nachfolger erwiesen. Das Ende lässt Hoffnung auf einen weiteren Band aufkommen, den ich sehr gerne lesen würde.

Die Millennium-Reihe:
1. Verblendung – Stieg Larsson
2. Verdammnis – Stieg Larsson
3. Vergebung – Stieg Larsson
4. Verschwörung – David Lagercrantz

★★★★☆

Ich bedanke mich ganz herzlich bei Heyne und dem Bloggerportal für das Rezensionsexemplar.

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2 Gedanken zu “Rezension zu „Verschwörung“ von David Lagercrantz

  1. Hällöchen Lilli,
    ich danke dir für die tolle Rezi! 🙂
    Also auf „Verschwörung“ bin ich auch gespannt! Die Vorgänger fand ich ja spitze, hoffe, dass der Nachfolger, mit neuem Autor meine (1000meter) hohen Erwartungen erfüllen kann.. 🙂
    LG Melli

    Gefällt 1 Person

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