Rezension zu „Die Auserwählten – Kill Order“ von James Dashner

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Gebundene Ausgabe: 448 Seiten
Verlag: Chicken House (28. August 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3551520760
Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 13 Jahren
Originaltitel: The Kill Order
Preis: 19,99 €

Spannende Vorgeschichte zur Auserwählten (Maze Runner)-Trilogie

Ich empfehle, die Trilogie vorher zu lesen. Der vorliegende Roman kann aber notfalls auch für sich gelesen werden. Die Trilogie danach zu lesen, halte ich nicht für sehr sinnvoll, da ein wichtiges Detail in „Kill Order“ verraten wird.

Inhalt:
Die Welt ist aus den Fugen geraten. Durch gewaltige Sonneneruptionen ist das Leben auf der Erde fast unmöglich geworden. Mark und eine Handvoll Menschen haben sich zusammengetan und kämpfen Tag für Tag ums Überleben – gegen die Natur und gegen andere Menschen. Doch eines Tages wird ihre Gemeinschaft aus der Luft angegriffen und mit virenverseuchten Pfeilen beschossen. Nur wenige können entkommen.

Meine Meinung:
Der Prolog greift Figuren aus der Auserwählten-Trilogie auf. Dies bringt den Leser zum einen an die Handlung der Trilogie heran, zum anderen wird dadurch eine wichtige Tatsache verraten, über die man beim Lesen der Trilogie die ganze Zeit im Unklaren war, was viel von der Spannung ausmachte.

Es folgt ein Zeitsprung von dreizehn Jahren in die Vergangenheit, dahin wo die Katastrophe begann. Hier werden ganz neue Personen eingeführt, sodass es kein Problem ist, diesen Roman ohne Vorkenntnisse zu lesen. Er ist auch in sich ziemlich abgeschlossen. Eine kleine Lücke bleibt am Ende noch bestehen zwischen der Handlung um Mark und seine Freunde und der Handlung des Prologs bzw. der Trilogie. Ich hätte mir gewünscht, dass diese noch geschlossen wird. Aber wer weiß, vielleicht wird es ja noch einen weiteren Band geben?

„Kill Order“ ist in gewohnter James Dashner-Manier sehr spannend und fesselnd geschrieben. Das Erzähltempo ist hoch, man kommt kaum zum Atemholen. Mir waren es aber definitiv viel zu viele Kämpfe und zu wenig Überlegungen / Strategie. Hier wird wild drauf los gehauen, gestochen und geschossen, zum Teil ohne Sinn und Verstand. Das hätte nicht unbedingt sein müssen.

Es gibt natürlich auch andere Szenen, Momente der Liebe und des kleinen Glücks, doch diese sind eher selten. Selbst Marks Träume, durch die der Leser noch ein Stück weiter in die Vergangenheit zurückblicken kann, entpuppen sich regelmäßig als Albträume mit Kämpfen und vielen Toten, die auch nicht immer „appetitlich“ aussehen. Für zarte Gemüter ist das eher nichts.

Für Fans der Trilogie würde ich „Kill Order“ auf jeden Fall empfehlen, denn der Roman beleuchtet die Umstände, die zu den Ereignissen in der Trilogie führten und rundet damit die Geschichte noch mehr ab.

Die Reihe:
1. Im Labyrinth
2. In der Brandwüste
3. In der Todeszone
Prequel: Kill Order

★★★★☆

Herzlichen Dank an Chicken House und Hierschreibenwir für das Rezensionsexemplar.

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3 Gedanken zu “Rezension zu „Die Auserwählten – Kill Order“ von James Dashner

  1. Ich fand auch, dass manche Dinge in der Trilogie nicht so gut erklärt wurden. Gerade was Brenda angeht und die Freilassung des Brands (heißt das im Deutschen so? Ich habs auf Englisch gelesen, da hieß es „The Flare“) werden in den letzten 2 Abschnitten des allerletzten Kapitels kurz angerissen, aber nur in einem Halbsatz. Das fand ich ein wenig doof und hätte mir da mehr Aufklärung gewünscht, vor allem, da Chancellor Paige ja Thomas eine Nachricht hinterlässt. Da hätte sie alles erklären können.
    Naja, vielleicht ist das ja genau der Spoiler, den du meinst? Ich werde Kill Order bestimmt irgendwann lesen, doch momentan erhole ich mich erst einmal von Death Cure, und zwar mit Legend- schwelender Sturm 😉

    Gefällt mir

    • Hi,

      ja, im Deutschen heißt das “Der Brand”.

      Mit dem Spoiler meinte ich aber noch etwas anderes. In der Trilogie weiß man ja über weite Strecken nicht, wie die Jugendlichen in diese Situation geraten sind und wem sie überhaupt vertrauen können. Das machte für mich eben auch den Reiz und die Spannung aus. In “Kill Order” wird nun gezeigt, wie es dazu kam. Wenn man das schon weiß, ist das Vergnügen mit der Trilogie, wenn man sie erst hinterher liest, sicher nur noch halb so groß.

      Viel Spaß mit “Legend”! Das fand ich klasse 🙂

      LG Lilli

      Gefällt 1 Person

      • Ja, da könntest du recht haben. Wobei es mir über weite Strecken genau wie Thomas erging, der mega angekotzt war, weil er keinen Schritt weiterkam. Vor allem Band 3 fand ich am Anfang doof, weil sie theoretisch Antworten hätten bekommen können, aber Thomas hat nie gefragt 😀
        Dankeschön 🙂 ich finde Legend auch richtig gut und bin gespannt, wie es weitergeht 😉

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