Rezension zu „Der Tod greift nicht daneben“ von Jörg Maurer

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Broschiert: 448 Seiten
Verlag: FISCHER Scherz; Auflage: 4 (12. Februar 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3651022348

Jörg Maurer in Höchstform

Inhalt:
Der Bartl lebt schon seit Jahren in dem Kurort im Werdenfelser Land und wird von den Einheimischen akzeptiert und respektiert. Ein Bayer, wie er im Schulbuch steht – nur … der Bartl ist eigentlich gar kein Bayer, sondern Schwede und heißt Bertil Carlsson. Und bald ist der Bartl gar nicht mehr, denn er wird Opfer eines unglücklichen Gartenunfalls. Ausgerechnet sein aus Schweden importierter Häcksler wird ihm zum Verhängnis.

Doch war es wirklich ein Unfall? Kommissar Jennerwein und sein Team wollen nicht so recht dran glauben …

Meine Meinung:
Mir haben die bisherigen Bände um Kommissar Jennerwein schon gut gefallen – in der Regel konnte ich 4 Sterne vergeben -, aber das gewisse Etwas hat mir immer noch gefehlt. Im vorliegenden 7. Band der Reihe habe ich es nun gefunden. Er ist in meinen Augen der beste Band. Hier habe ich überhaupt nichts zu kritisieren.

Die Handlung ist durchweg spannend und in sich stimmig. Wie gewohnt gibt es viele verschiedene Erzählstränge, und da man außer den Carlssons und ein paar anderen Schweden fast schon alle Personen aus früheren Bänden kennt, fällt es leicht, sich auf die verschiedenen Perspektiven einzulassen. Es ist spannend zu verfolgen, wie sie alle zusammenhängen, denn jede davon trägt ein kleines bisschen zur Auflösung bei. Die Auflösung war übrigens eine wirkliche Überraschung für mich. Halb hatte ich mir zwar schon etwas in die Richtung zusammengereimt, aber ein wichtiges Puzzleteil kommt eben erst ganz am Ende dazu und gibt der Geschichte noch mal einen neuen Dreh.

Und dann Jörg Maurers Humor! Man kennt ihn ja schon aus den Vorgängern. Da hatte ich fast schon das Gefühl, ich habe mich daran satt gelesen. Doch im aktuellen Roman dreht er richtig toll auf. Seine feine Beobachtungsgabe ist klasse, die satirische Charakterisierung der Menschen locken beim Leser ständig ein Schmunzeln und ein Nicken hervor – Ja, genau so ist es.

Einige Szenen sind zwar nicht wirklich realistisch, doch ich denke, diesen Anspruch hat der Roman auch nicht, und Maurer-Leser wissen das. Sehr angenehm zu lesen war auch wieder Maurers persönlicher Schreibstil. Ich mag ihn einfach.

Zum Schluss noch eine Warnung:
Es gibt etliche Szenen, die nicht gerade appetitlich wirken. Empfindliche Leser sollten sich besser nicht vor dem Lesen den Ranzen vollschlagen. 😉

Die Reihe:
1. Föhnlage
2. Hochsaison
3. Niedertracht
4. Oberwasser
5. Unterholz
6. Felsenfest
7. Der Tod greift nicht daneben

★★★★★

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4 Gedanken zu “Rezension zu „Der Tod greift nicht daneben“ von Jörg Maurer

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