Rezension zu „Der Sommer, in dem die Zeit stehenblieb“ von Tanya Stewner

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Gebundene Ausgabe: 320 Seiten
Verlag: FISCHER KJB; Auflage: 3 (12. Februar 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3596854264
Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 12 Jahren

Nett zu lesen, aber etwas mehr Tiefe hätte nicht geschadet

Inhalt:
Juli ist 16 Jahre alt. Materiell fehlt es ihr an nichts. Doch ihre Eltern streiten sich nur, Juli findet sich nicht hübsch, und beliebt ist sie auch nicht gerade. Zum Glück gibt es da noch ihre beste Freundin Whoopi. Und dann lernt Juli eines Tages den wunderschönen Anjano kennen und verliebt sich Hals über Kopf in ihn. Die meisten anderen Menschen scheinen Anjano gar nicht wahrzunehmen. Und jedes Mal, wenn Juli jemandem von ihm erzählen will, kommt etwas dazwischen. Als hätte das Universum etwas dagegen …

Meine Meinung:
Das Buch ist wirklich nett zu lesen, der Schreibstil ist locker und flott, wie man es von einem Jugendbuch erwartet. Dazu kommen witzige Dialoge und Szenen, sympathische Protagonisten und eine besondere Story (wenn man mal von „Mädchen, das sich hässlich findet, verliebt sich in gut aussehenden Jungen“ absieht). Allerdings finde ich, dass die Geschichte ruhig etwas tiefgründiger hätte sein dürfen. Ich habe noch so viele Fragen zu Juli und ihren Eltern, auch zu Anjano, der die ganze Zeit doch ziemlich geheimnisvoll bleibt. Die Handlung verläuft ziemlich einfach und schnell, das hätte man sicher noch etwas ausbauen können.

Einerseits fand ich es gut, dass so viel Kritik an unserer Gesellschaft geübt wird, andererseits hätte man dafür nicht gleich eine ganze Zaunpfahlfabrik einsetzen müssen. Etwas subtiler wäre besser gewesen und hätte sicher den ein oder anderen Leser mehr zum Nachdenken angeregt.

Die Bedeutung von echter Freundschaft wird gut herausgearbeitet. Das hat mir sehr gut gefallen.

Gut fand ich auch, dass das Buch nach etwas Drama doch sehr hoffnungsvoll endet.

Fazit:
Auch wenn mich der Roman nicht gerade vom Hocker gerissen hat, so hat das Lesen doch sehr viel Spaß gemacht und ich kann guten Gewissens eine Leseempfehlung aussprechen.

★★★★☆

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2 Gedanken zu “Rezension zu „Der Sommer, in dem die Zeit stehenblieb“ von Tanya Stewner

  1. Huhu, irgendwie sagt der Klappentext des Buches so gar nichts aus finde ich. Ich hätte das Buch wahrscheinlich in der Buchhandlung schonmal in die Hand genommen weil ich das Cover wirklich hübsch finde. Ob ich es allerdings gekauft hätte…. keine Ahnung.
    Allerdings wird es jetzt definitiv nicht auf meiner WuLi landen, denn ich finde die Geschichte vom Mädchen, das sich selbst nur durchschnittlich findet und sich dann in den Traummann verliebt, irgendwie auslutscht.

    Liebste Grüße, Nelly

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    • Stimmt, das Cover hat auf jeden Fall was 🙂
      Und wie du sagst, ist dieser eine Aspekt ausgelutscht. Das macht aber nur einen kleinen Teil des Buches aus, der Rest ist mehr oder weniger neu 😉

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