Rezension zu „Die rote Zora und ihre Bande“ von Kurt Held

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Taschenbuch: 416 Seiten
Verlag: FISCHER Kinder- und Jugendtaschenbuch; Auflage: 1 (25. Juni 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3733500917
Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 10 Jahren

Ein Kinderbuch-Klassiker

Inhalt:
Die Geschichte spielt vor ein paar Jahrzehnten in Dalmatien in der kleinen Stadt Senj. Der Junge Branko hat gerade seine Mutter verloren, der Vater reist als Geiger durch die Welt und keiner kümmert sich mehr um ihn. Er hat kein Dach über dem Kopf und leidet Hunger. Als er auf dem Markt einen herunter gefallenen Fisch nehmen will, steckt man ihn ins Gefängnis. Doch schon bald wird er von einem Mädchen wieder befreit. Es ist die rothaarige Zora, die ihn daraufhin in ihre Bande von Waisenkindern aufnimmt. Gemeinsam kämpfen sich die fünf Kinder durchs Leben. Von den meisten Erwachsenen werden sie verfolgt, nur wenige unterstützen sie. Einer davon ist der alte Fischer Gorian, und als ihm die Fischereigesellschaft Schwierigkeiten macht, sind die Kinder an seiner Seite und unterstützen ihn im Kampf um seine Rechte als freier Fischer.

Meine Meinung:
Dieses Buch habe ich in meiner Kindheit gelesen, und ich kann mich noch gut daran erinnern, dass ich mich damit gequält habe. Ich fand es ziemlich langweilig. Woran das lag, wusste ich allerdings nicht mehr. Nachdem ich entdeckt habe, dass der Fischer-Verlag eine neue Ausgabe herausbringt, fasste ich spontan den Entschluss, diesem Klassiker noch einmal eine Chance zu geben. Und darüber bin ich nun ganz froh. Denn es ist wirklich eine tolle Geschichte.

Allerdings habe ich auch diesmal eine Zeit lang gebraucht, um mich mit dem Buch anzufreunden. Für 400 Seiten enthält es recht wenig Handlung, die ein bisschen zu ausufernd erzählt wird. Doch es gibt auch wirklich spannende Szenen und witzige Dialoge. Es geht um Armut und Reichtum, um Freundschaft und Loyalität, um Liebe und Eifersucht, um Gerechtigkeit und soziales Verhalten – wichtige Themen, die ein Kinderbuch wertvoll machen.

Die Protagonisten, allen voran Branko und die rote Zora als Bandenführerin, werden sehr vielschichtig dargestellt. Sie wirken sehr authentisch und lebensecht. Es wird genau vermittelt, warum sie ihre ganzen Untaten und Streiche verüben. Das passiert nicht aus Jux und Tollerei, sondern im Kampf ums nackte Überleben bzw. um für Gerechtigkeit zu sorgen.

Fazit:
Der Roman ist schon fast 50 Jahre alt, aber in manchen Teilen der Welt leider immer noch aktuell. Es werden wichtige Werte vermittelt. Deshalb empfehle ich das Buch gerne weiter. Da es aber doch ein dickes Buch ist und die Handlung nicht besonders rasch vorankommt, sollte das Kind schon leseerfahren sein.

★★★★☆

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